Portrait des Kantons Saint-Julien-en-Genevois

Der Kanton Saint-Julien ist etwa 450 Kilometer südwestlich von Mössingen im französischen Département Haute-Savoie (Nr. 74) gelegen. Hauptstadt ist Annecy. Das Département unterteilt sich in vier Arrondissements, wobei das Arrondissement Saint-Julien-en-Genevois mit einer Fläche von 660 km² insgesamt 7 Kantone und 72 Gemeinden mit rund 167.000 Einwohnern umfasst. Die Stadt Saint-Julien ist damit Sitz einer Sous-Prefecture.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Kanton Saint-Julien-en-Genevois befinden sich die Schweizer Grenze und die eidgenössische Großstadt Genf. Als „südliche Pforte“ der Weltstadt Genf profitiert der Kanton von der Nähe zum dortigen Flughafen, der Infrastruktur und den Arbeitsplätzen. Dafür nutzen viele Schweizer die günstigeren Lebenshaltungskosten in Frankreich, um im Kanton zu wohnen und zu leben.

Das Gebiet des Kantons (ca. 38.200 Einwohner) ist mit 151,45 km² recht weitläufig und umfasst 17 selbständige Gemeinden: Archamps, Beaumont, Bossey, Chênex, Chevrier, Collonges-sous-saleve, Dingy en vuache, Feigeres, Jonzier Epagny, Neydens, Presilly, Saint-Julien-en-Genevois, Savigny, Valleiry, Vers und Viry.

Die meisten dieser Gemeinden haben trotz ihrer flächenhaften Ausdehnung nur relativ wenige Einwohner.
Nach der Stadt Saint-Julien mit etwa 12.099 Einwohnern (2012) sind Collonges-sous-Salève (rd. 3.887 Einwohner), Viry (rd. 3.909 Einwohner) und Valleiry (rd. 3.615 Einwohner) die größten Orte. Die kleinste selbständige Gemeinde Chevrier hat gerade einmal 439 Einwohner (2012).

Die im Kanton (vergleichbar einer deutschen Verwaltungsgemeinschaft oder einem Gemeindeverband) zusammengeschlossenen Gemeinden, erledigen bestimmte Aufgabenbereiche, die für alle wichtig sind, als „Communauté de Communes du Genevois“ gemeinsam. Ansonsten sind sie aber weitgehend selbständig.

Zu den Gemeinschaftsaufgaben der Communauté de Communes du Genevois gehören insbesondere die wirtschaftliche und räumliche Entwicklung. Daneben aber u.a. auch

  • der Schutz und die Verbesserung der Umwelt,
  • die Schaffung und der Unterhalt von Straßen im gemeinschaftlichen Interesse,
  • die Schaffung, der Unterhalt und Betrieb von kulturellen und sportlichen Einrichtungen,
  • die Wohnungspolitik (wie beispielsweise sozialer Wohnungsbau)
  • und der öffentliche Nahverkehr (einschließlich Schülerverkehr).

Eine wichtige Grundlage der innerkantonalen Zusammenarbeit stellen außerdem die gemeinsamen partnerschaftlichen Beziehungen zur Stadt Mössingen und ihrer Bürgerschaft dar.

Präsident der Communauté de Communes du Genevois ist Pierre-Jean Crastes , der 2014 neu in dieses Amt gewählt wurde. Crastes ist gleichzeitig Bürgermeister von Chênex, einer der kleinen Gemeinden des Kantons. Als Vizepräsidenten fungieren 12 weitere Vertreter der Kantonsgemeinden. Dem Präsidenten und seinen Stellvertretern steht ein Gremium aus gewählten Räten zur Seite. Die Gemeinschaft setzt sich damit aktuell aus 52 Mitgliedern zusammen.