Trennlinie
Markt in Saint-Julien
Markt in St. Julien


Touristische Informationen zum Kanton gibt es unter

Aufzählungszeichen  http://www.tourisme-genevois.fr/
Trennlinie

Landschaft und Entwicklung des Kantons St. Julien

Räumlich begrenzt wird der Kanton im Westen, Süden und Osten durch die teilweise über 1.000 Meter hohen Bergrücken des Mont Salève und der Montagne de Vuache. Nach Norden fällt die Landschaft sanft zum Genfer See hin ab. Bevor dieser jedoch erreicht wird, trifft das Gebiet auf die Schweizer Grenze - eine im Jahr 1816 festgelegte Trennlinie, die eine historisch und geografisch zusammengehörende Landschaft künstlich teilt.
Unbeschadet dessen orientiert sich die Entwicklung Saint-Julien-en-Genevois' heute wie von jeher in vielen Dingen sehr stark am schweizerischen Genf. Dies gilt besonders für Handel, Gewerbe und Arbeitsmarkt; kommt aber auch durch Weltoffenheit und Toleranz zum Tragen. Andererseits profitieren die Schweizer gerne vom "savoir vivre" ihrer französischen Nachbarn.

Beherrschender Blickfang in der Landschaft des Kantons Saint-Julien ist das langgestreckte Kalkstein-Massiv des Mont Salève (Höhe bis 1380 Meter), der die Ebene im Osten regelrecht abriegelt: Unmittelbar steigen die Felswände aus der Ebene auf und nur teilweise mildern bewaldete Abschnitte den schroffen Eindruck. An der Nordseite des Mont Salève führt von schweizerischem Boden eine Seilbahn auf den französischen Bergrücken. Dessen karge Hochfläche erstreckt sich von hier etwa zehn Kilometer weit in südwestliche Richtung. Von mehreren Aussichtspunkten hat man nach Norden einen herrlichen Blick auf den Genfer See und den französischen Jura. Im Süden ragen die französischen Alpen mit dem Mont Blanc hervor. Der Kanton Saint-Julien ist vom Mont Salève aus praktisch komplett zu überblicken: Bei einer mittleren Höhenlage von ca. 500 Meter ü.d.M. bietet sich dem Auge ein lebhaftes Wechselspiel kleiner Täler, sanfter Hügel und einiger felsiger Erhebungen. Die jahrhundertelange vorwiegend landwirtschaftliche Nutzung des Gebiets prägt auch heute noch die Landschaft, die übersäht ist mit kleinen Weilern und einzelnen Gehöften.


Viry  Blick zum Jura
Seit einigen Jahren siedeln sich, vor allem in den grenznahen französischen Gemeinden, gerne Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe an. Sie nutzen geschickt die unterschiedlichen Rahmenbedingungen im Grenzland zwischen der EU und der Schweiz. In der Kantonsgemeinde Archamps wurde daher ein 40 Hektar großes Gebiet als internationaler Businesspark ausgewiesen, wo mittlerweile etliche hochmoderne Firmen, aber auch ein Großkino mit begleitender Erlebnisgastronomie ansässig sind.

Neben der Wirtschaftsförderung setzt die Region inzwischen verstärkt auf die Entwicklung touristischer Angebote (www.tourisme-genevois.fr). Die weitgehend ursprüngliche, oft spektakuläre Natur der zwischen 450 und 750 Meter Höhe gelegenen Luftkur-Region ermöglicht dabei vielfältige Freizeitmöglichkeiten.

Trotz starkem Bevölkerungswachstum (der Kanton hat heute etwa 38.200 Einwohner) ist es bisher gelungen, den ursprünglichen Reiz und individuellen, ländlichen Charakter der Dörfer weitgehend zu bewahren. Als einzige Stadt hebt sich die Ville de Saint-Julien durch eine mehr urbane Struktur mit Behörden, Schulen, Dienstleistungseinrichtungen sowie umfangreicherem Handel und Gewerbe ab. Es sind dies Angebote, die vielfach auch von den übrigen Bewohnern des Kantons in Anspruch genommen werden.

Da der Kanton Saint-Julien geografisch eine Einheit bildet, ist den 17 Gemeinden daran gelegen, auch in der Verwaltung zusammenzuarbeiten. Diese Kooperation erfolgt über verschiedene Zweckverbände (z.B. für Schülerbeförderung, Abwasserentsorgung) sowie seit 1996 über die Organisationsform einer "Gemeinschaft der Gemeinden" (Communauté de Communes du Genevois).