Kulturfolger Fuchs

In letzter Zeit gehen wieder vermehrt Hinweise ein, wonach Füchse unmittelbar am Ortsrand und auch in der Stadt unterwegs sind. In Abstimmung mit dem Veterinäramt Tübingen können wir folgende Hinweise geben:

Mit dem Anstieg der Fuchspopulation in den letzten Jahren wurde der Fuchs auch zum Kulturfolger, d.h. die Füchse halten sich häufiger –auch bei Tag- in Wohnbereichen auf. Dies ist ein bundesweites Problem und dürfte auch mit dem günstigen Nahrungsangebot (Biokomposter in Gärten, Lebensmittelabfälle in Haus- und Gartennähe, offenes Tierfutter), sowie mit dem Jagdverbot in geschlossener Ortslage zusammenhängen.

Tierseuchenhygienische Situation:
Alle bislang aus dem Kreisgebiet eingesandten Kontrollfüchse waren Tollwut-negativ. Derzeit ist daher die Wildtollwutgefahr gebannt.

Mit dem Anstieg der Fuchspopulation hat allerdings die Verbreitung des Fuchsbandwurmes zugenommen. Die Übertragung des Fuchsbandwurmes über Gemüse, Obst und Gartenfrüchte ist nicht vollständig auszuschließen, aber wenig wahrscheinlich.

Vorbeugungs- und Schutzmaßnahmen:

  • Den Garten und ggf. die Kompostanlage fuchssicher einzäunen
  • Gründliches Händewaschen nach Garten-, Feld- und Waldbesuchen
  • Gemüse- und Gartenfrüchte mit heißem Wasser abwaschen, besser geeignet ist das Erhitzen der Lebensmittel über 60° C
  • Fuchskot mittels Plastikbeutel aufnehmen und über den Restmüll entsorgen
  • Hunde und Katzen können in seltenen Fällen ebenfalls den Fuchsbandwurm bekommen. Vor allem wenn sie gute „Mäusejäger“ sind (Mäuse sind die Zwischenwirte des Fuchsbandwurmes), sollten sie regelmäßig entwurmt werden.

Die Bejagung der Füchse innerhalb der Ortschaft ist äusserst problematisch. Sie bedarf einer Ausnahmegenehmigung gemäß dem Jagd- und Waffenrecht. Auch das Aufstellen von Lebendfallen ist in der Regel nicht zweckmäßig, da sich dann meist nur Haustiere darin verfangen. Aus diesen Gründen muss daher in der Regel von jagdlichen Maßnahmen innerhalb Ortes abgesehen werden.


Mössingen, den 05.10.2007

Bürgermeisteramt