Albert Steinhilber aus Talheim mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Vielfältiges bürgerschaftliches Engagement für Verein, Ortschaft und Stadt gewürdigt


Während einer Feierstunde in der Talheimer Festhalle hat Staatssekretär Dieter Hillebrand (MdL) am Dienstag, 29. Januar 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande an Albert Steinhilber überreicht. Rund 120 Gäste, darunter Bürgermeister Werner Fifka und Ortsvorsteher Albrecht Schumacher, Stadt- und Ortschaftsräte, Vereinsvertreter sowie Familienmitglieder, Freunde und viele andere Wegbegleiter freuten sich mit ihm über die hohe Ehrung. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Liederkranz Talheim, dessen Geschicke Steinhilber als 1. Vorsitzender bis vor wenigen Wochen mehr als vier Jahrzehnte sehr erfolgreich leitete.

Begrüßt wurden die Gäste von Ortsvorsteher Albrecht Schumacher, der sich sichtbar über die hohe Auszeichnung seines „langjährigen politischen Weggefährten“ und „zentralen Bindeglieds zu den örtlichen Vereinen“ freute. Mit Steinhilber werde, so der Ortsvorsteher, ein Ur-Talheimer geehrt, der als Vorbild für die hiesigen Menschen und insbesondere die Jugend, diese Anerkennung mehr als verdient habe.

In seiner Würdigung hob Staatssekretär Dieter Hillebrand hervor, dass mit dem von Bundespräsident Horst Köhler verliehenen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, "der höchsten Anerkennung welche unsere Republik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht", das beispielhafte Engagement Steinhilbers die verdiente öffentliche Würdigung erfährt.
„Nichts ist wichtiger für eine demokratische Gesellschaft, als das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger für die gemeinsamen Belange. Die Verleihung eines Ordens gibt uns Gelegenheit, Menschen zu würdigen, die sich in besonderem Maße für die Gemeinschaft eingesetzt haben“, sagte der Staatssekretär und Landtagsabgeordnete. Hillebrand hob dabei den hohen Stellenwert hervor, den die Landesregierung dem ehrenamtlichen Engagement beimisst.

„Albert Steinhilber hat sich seit Jahrzehnten für die Belange seiner Mitmenschen in vielen Institutionen eingesetzt“, sagte Hillebrand. So sei er 33 Jahre lang auf kommunalpolitischer Ebene für seinen Heimatort tätig gewesen. Damit nicht genug, habe Steinhilber während 42 Jahren als 1. Vorsitzender des Liederkranzes Talheim, den Verein zur heutigen Stärke geführt. Hinzu komme weiterer ehrenamtlicher Einsatz, beispielsweise bei der Organisation des Internationalen T(h)alheimer Treffens und im Hauptberuf die erfolgreiche Entwicklung seines Betriebs.„Mit Ihrem Engagement haben Sie sich um die Entwicklung von Talheim in ganz besonderer Weise verdient gemacht“, würdigte der Staatssekretär.

Durch seine ausgleichende Art und sein stets offenes Ohr für jung und alt, Neubürger oder Alteingesessene gleichermaßen habe sich Albert Steinhilber allseits Respekt und Anerkennung erworben. Die außerordentlich vielfältigen Verdienste würden nun mit dem „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ auch öffentlich anerkannt. Die Auszeichnung sei ein sichtbares Zeichen des Dankes für beispielhaftes, weit über das normale Maß hinausgehendes Engagement. „Dadurch werden Leitbilder gesetzt, an denen sich andere orientieren können. Ihr Wirken verdient in hohem Maße Dank und Anerkennung. Albert Steinhilber ist ein Vorbild“, würdigte der Staatssekretär.
Bundesverdienstkreut für Albert Steinhilber
Er händigte Albert Steinhilber das von Bundespräsident Horst Köhler verliehene Bundesverdienstkreuz mit Respekt und Dank „für eine außerordentliche Lebensleistung“ aus. Zugleich dankte er mit einem großen Blumenstrauß auch Irmgard Steinhilber dafür, dass sie ihren Mann über all die Jahre hinweg tatkräftig unterstützte und zugleich gewähren ließ. Ohne diese Hilfe wäre solches ehrenamtliches Engagement gar nicht möglich, betonte Hillebrand, weshalb auch sie Anteil an der Auszeichnung habe.

„Ohne den Albert kann man sich Talheim eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Wenn es ihn nicht gäbe, man müsste ihn erfinden “, meinte auch Bürgermeister Werner Fifka in seiner Laudatio. Namens der gesamten Stadt, dem Gemeinderat, der Ortschaftsräte und persönlich gratulierte er Steinhilber sehr herzlich zur „höchsten Anerkennung, welche die Republik für Verdienste um das Allgemeinwohl vergibt“. Die „große Talheimer Familie“ wisse um die vielfältigen Verdienste Steinhilbers. Nicht umsonst habe dieser schließlich bereits in der Vergangenheit zahlreiche Ehrungen, wie die Landesehrennadel, die Ehrenplakette der Stadt und die Bürgermedaille erhalten.
Mit der jetzigen Auszeichnung wird „die Leuchtkraft Ihres Vorbilds künftig noch stärker sein“, wandte sich Fifka an Steinhilber. „Ihr Engagement ist in seiner Qualität vorbildlich und in seiner Quantität sehr selten“. In Talheim sei Steinhilber daher Institution und Grundpfeiler des örtlichen Gemeinschaftslebens zugleich. Man frage sich, so Fifka, „wo dieser stets freundliche, umtriebige, unermüdliche, begeisterungsfähige, quirlige, engagierte, vermittelnde, sich einsetzende, zuhörende, helfende, leidenschaftliche, machende und aktive Mensch, Zeit und Kraft“ für all das her nehme.
Als Zeichen seines persönlichen Dankes überreichte Bürgermeister Fifka ihm eine besonders große Flasche Prosecco, „damit Sie mit der ganzen Familie anstoßen können“.
Würdigung durch Bürgermeister Fifka
Bevor beim anschließenden Ständerling noch ausgiebig Gelegenheit war, miteinander und mit dem Geehrten ins Gespräch zu kommen, sprach Albert Steinhilber allen an der Ehrung Beteiligten und seinen vielen Weggefährten, besonders aber seiner Familie ebenfalls ein herzliches Dankeschön aus.