PAUSA-Kantine soll zur Kulturgastronomie werden

Viele unterschiedliche Überlegungen zur Nutzung der denkmalgeschützten Pausa-Kantine wurden in den letzten Jahren angestellt. Doch fast alle kamen zum gleichen Ergebnis: Hier wäre eine attraktive Gastronomie goldrichtig. Und genau dieser Wunsch scheint sich nun zu erfüllen, wie Bürgermeister Werner Fifka bei einem Pressegespräch am 27. Februar 2008 informierte.

Mit Siegfried Dürr aus Mössingen und Markus Schuler aus Nehren haben zwei erfahrene Handwerksmeister, die zum Teil schon über gastronomische Erfahrung verfügen, ihr Interesse schriftlich dargelegt. Ihr Konzept hat den Gemeinderat überzeugt. Das Gremium hat daher Mitte Februar der angedachten Nutzung grundsätzlich zugestimmt.

Dürr und Schuler beschreiben ihr Vorhaben so: „Wir denken an eine Kulturgastronomie im Ganztagesbetrieb, mit Cafe, Speisegastronomie und Thekenbereich. Des Weiteren ist an eine Nutzung der Nebenräume für diverse Veranstaltungen wie Lifemusik in allen Stilrichtungen, Mundartkabarett und Commedy, sowie verschiedene Themenveranstaltungen (zum Beispiel After-Work-Partys) gedacht…“

Mit der Denkmalschutzbehörde wurde bereits gesprochen. Man kann sich einen solchen Gastronomiebetrieb dort als sinnvolle Ergänzung der anderen PAUSA-Nutzungen durchaus vorstellen, sofern sich an der räumlichen Situation nichts verändert und die Arbeiten denkmalverträglich durchgeführt werden. Details der Planung, wie der Einbau der Küche, der Nebenräume und des Sanitärbereichs, müssen infolgedessen noch abgestimmt werden.

Auch ein anderes Problem konnte ausgeräumt werde: Die Frage, wie das Projekt zeitnah realisiert werden kann, ohne Kosten für die Stadt und ohne Zuschüsse des Landes, die zeitnah nicht zur Verfügung stehen. Denn mit dem Bau beginnen möchten die beiden Interessenten möglichst bereits im laufenden Jahr.
Die Investoren werden deshalb die notwendigen Investitionen alleine aufbringen und die Realisierung des Projektes eng mit dem Denkmalschutz abstimmen.

Die Stadt ihrerseits wird die Verpachtung langfristig vornehmen und die Räumlichkeiten zunächst pachtfrei überlassen. Nach und nach wird man sich anschließend einer marktüblichen Pacht nähern. Durch diesen Pachtnachlass können die Investoren die eingebrachten Kosten für die notwendige Gebäudesanierung mittelfristig wieder reinholen und die Stadt muss nicht in Vorleistung .treten. „Eine geschickte Sache also für alle Beteiligten“, resümiert Bürgermeister Fifka.