Stadt Mössingen bekommt 2,8 Mio. Euro von Land und Bund

Landesentscheidung über das Städtebauprogramm 2008 gefallen


Rund 190 Millionen Euro erhalten die baden-württembergischen Städte und Gemeinden in diesem Jahr aus den Programmen der Städtebauförderung. Dies gab Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister am Montag, 10. März in Stuttgart bekannt.
Unter den zum Zuge kommenden Städte und Gemeinden ist auch Mössingen. Die Stadt war gleich mit drei Anträgen für das Pausa-Gelände und die Innenstadt erfolgreich. Außerdem erhielt sie die höchste Fördersumme in der Region Neckar-Alb.:

• Im Rahmen des Programms „Stadtumbau West“ wird die städtebauliche Erneuerung auf dem Areal der ehemaligen Firma Pausa mit 750.000 Euro bezuschusst. Mit beinhaltet ist dabei die Umnutzung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles und die Neugestaltung der Freiflächen.

• Innerhalb des Programms „Bund-Länder-Investitionspakt zur energetischen Modernisierung der sozialen Infrastruktur“ wird die energetische und bauliche Erneuerung der Pausa-Tonnenhalle im Zusammenhang mit der Nutzung eines Gebäudeteils als künftige Stadtbücherei mit 1.800.000 Euro gefördert.

• Außerdem gibt es über das „Landessanierungsprogramm“ 300.000 Euro für Maßnahmen zur Erneuerung der Innenstadt, insbesondere Grunderwerbe, die Sanierung des alten E-Werks, Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum sowie private Modernisierungen.

Die Stadt ist für diese großzügige Unterstützung sehr dankbar, betonte Bürgermeister Werner Fifka in einer ersten Reaktion, ermögliche es doch erst diese Förderung, die zahlreich heran stehenden dringenden Sanierungsmaßnahmen in Mössingen zeitnah und ohne erhebliche Liquiditätsprobleme umzusetzen.

„Diese Fördermittel lösen Investitionen in einer Gesamthöhe von bis zu 1,52 Milliarden Euro aus. Damit sind viele Arbeitsplätze im örtlichen und regionalen mittelständischen Bau- und Ausbaugewerbe sowie in den Zulieferbereichen gesichert“, so Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Denn die Städtebauförderung sei das mit Abstand wirksamste und beschäftigungsintensivste Konjunkturprogramm.

Jeder Förder-Euro in der Stadterneuerung mobilisiere nach den Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW von 2004) sowie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI von 2004) mehr als acht Euro an privaten und öffentlichen Folgeinvestitionen. „Deshalb wird die Landesregierung trotz der notwendigen Haushaltskonsolidierung auch künftig Einschnitte in der Städtebauförderung so weit wie möglich vermeiden“, kündigte der Minister an.