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Logo der Kulturstiftung Vertreterinnen der Kulturstiftung vor der Pausa-Stoffsammlung

PR-Leiterin Friederike Tappe-Hornbostel (oben, links) und Tinatin Eppmann von der Kulturstiftung des Bundes staunten über die Vielfalt und Qualität der Pausa-Sammlungen. Begleitet wurden sie bei ihrem Pausa-Rundgang durch Vertreter der Stadtverwaltung sowie Denkmalschützer Dr. Dieter Büchner (Bild links).

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Kulturstiftung des Bundes machte sich ein eigenes Bild der Pausa und ihrer Sammlungen

Eigens vom Sitz der Kulturstiftung in Halle an der Saale angereist, waren am Dienstag, 6. Mai 2008 deren Kommunikationsleiterin Friederike Tappe-Hornbostel und Öffentlichkeitsarbeiterin Tinatin Eppmann, um sich über das denkmalgeschützte Pausa-Areal und insbesondere deren national bedeutsame Stoffmustersammlung zu informieren.

Die Kulturstiftung des Bundes fördert im Rahmen ihrer Zuständigkeit bundesweit internationale Kulturprojekte. So werden in 2008 insgesamt 7 Millionen Euro für ein gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder durchführtes Programm zur Konservierung und Restaurierung von gefährdetem mobilem Kulturgut (KUR) zur Verfügung gestellt.

Nach der Begrüßung und Einführung im Rathaus ging es in Begleitung der Fachbereichsleiter Heidrun Bernhard und Gebhard Koll sowie Dr. Dieter Büchner vom Landesamt für Denkmalpflege vor Ort. Museumsleiter Dr. Hermann Berner führte die Gäste durch die denkmalgeschützten ehemaligen Fabrikgebäude. Deren Architektur, vor allem aber die herausragende Stoffmustersammlung der Pausa begeisterte die PR-Spezialistinnen der Kulturstiftung. Zugleich wurde auch ihnen deutlich, welche gewaltige Aufgabe die Sichtung, Restaurierung und Bewahrung der einzigartigen Pausa-Sammlungen für die Stadt darstellt. Friederike Tappe-Hornbostel zeigte sich jedoch überzeugt, dass das Projekt großes Öffentlichkeitsinteresse finden wird. Um dies noch zu befördern, machte sie bereits erste Vorschläge.
Führung durch die Pausa
Angesichts der kulturellen Bedeutung und des gegeben öffentlichen Interesses hatte die Kulturstiftung des Bundes schon im Februar des Jahres zugesagt, die Restaurierung der Stoffsammlung mit 143.000 Euro aus dem KUR-Programm zu bezuschussen. Der entsprechende Fördervertrag wird derzeit ausgearbeitet. Zeitgleich finden intensive Abstimmungsgespräche mit den Fachbehörden statt, um die praktische Umsetzung der Restaurierungsarbeiten festzulegen.

Auf rund 250.000 Euro veranschlagt die Stadt die Kosten für eine fachgerechte Reinigung und Konservierung der schätzungsweise über 20.000 Stoffmuster, Entwürfe, Filmfolien und anderer Sammlungsgegenstände, die zum Teil erheblich angegriffen sind. Dass sich dieser Kraftakt lohnt, bekräftigte am Dienstag nochmals Dr. Dieter Büchner. „Es handelt sich um einen Ausschnitt aus der Geschichte, der uns alle betrifft, aber bisher nicht das Augenmerk erhielt, wie Kunstwerke oder Architektur“, hob er hervor. In ihrer Gesamtheit würde die Pausa-Sammlungen in ganz besonderer Weise ein Stück Kulturgeschichte repräsentieren, das unbedingt erhaltenswert sei. Die Stadt sehe dies auch so, ergänzte Fachbereichsleiterin Bernhard, doch könne sie dies ohne kraftvolle Unterstützung nicht leisten. Deshalb sei man der Kulturstiftung des Bundes für die gewährte Unterstützung auch sehr dankbar.