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Enthüllung der Gedenktafel Belsener Linde

Bürgermeister Fifka (li.) und Jochen Nil enthüllten die neue Gedenktafel.

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Gedenktafel an der alten Belsener Linde enthüllt

Obwohl die mächtige Belsener Dorflinde am 19. Januar 2007 vom Orkan „Kyrill“ gefällt wurde, lebt sie im Bewusstsein vieler "Belsemer" weiter.

Damit dies auch künftig bei Einheimischen wie Besuchern so sein wird, wurde am Montagabend, 19. Mai 2008, durch Jochen Nill vom Arbeitskreis „Dorflinde Belsen“ sowie Bürgermeister Werner Fifka in der Federstraße, wohin der Baumtorso damals verbracht worden ist, eine stattliche Gedenktafel enthüllt.Anschließend knallten die Sektkorken und es wurde gemeinsam mit den gekommenen Bürgern auf das gelungene Projekt angestoßen.

Der Gedenkstein – gestiftet vom Tübinger Natursteinwerk Nagel – stand schon einige Zeit. Eine dort angebrachte Platte informiert nun mit zwei historischen Bildern sowie Plan und erläuterndem Text über die Bedeutung der einst am Ende der Steiggasse, an der Weggabelung Beuren / Schafhaus stehenden, jahrhundertealten Winterlinde.

In seiner kurzen Ansprache vor der Tafelenthüllung betonte Jochen Nill, dass auch der Lindenstamm für die Bewohner Belsens noch ein Stück Kulturgut darstellt. „Beinahe jeder der in Belsen geboren, in den Kindergarten und in die Oberdorfschule gegangen ist, kann eine kleine Geschichte über das in der Jugend am ehemaligen Standort unserer Dorflinde erlebte erzählen. Für Rentner, Männer im hohen Alter war die Bank unter der Linde der letzte Anlaufpunkt, um sich über die vergangene Zeit, übers Wetter und über Politik zu unterhalten“, erzählte Nil. Insofern seien er und andere rasch zum Entschluss gekommen, dass es zumindest den Stamm zu bewahren gelte.
Der Arbeitskreis „Dorflinde Belsen“ hoffe nun, dass der Baumstamm noch viele Jahre lang beim kleinen Park am Bahnhalt als Denkmal erhalte bleibe.

„Die Belsener Linde, der Umgang mit ihr und das Anbringen der Gedenktafel ist ein bedeutendes Symbol für die örtliche Gemeinschaft und für ein funktionierendes Gemeinwesen, ein Symbol für eine liebens- und lebenswerte Gemeinde“, hob Bürgermeister Werner Fifka hervor. Auch nach der Erhebung zur Großen Kreisstadt, werde es vor Ort dörfliche Strukturen, dörfliches Denken und Handeln geben. Dies sei gut so, denn bei überschaubaren Strukturen funktioniere das Miteinander erfahrungsgemäß besonders gut. Der Umgang mit der Belsener Linde zeige dies deutlich, werde doch gerade hier ein hohes Maß an Gemeinsinn, an Naturinteresse, Heimatverbundenheit und bürgerschaftlichem Engagement deutlich.
Der ehrenamtliche Einsatz von Elke Hermann und ihrer Mitstreiter, welche die Linde im Advent mit einer Weihnachtskrippe und zuletzt mit Osterschmuck versehen hätten, unterstreiche dies zusätzlich.
Fifkas herzlicher Dank galt diesen und allen, die sich erfolgreich für einen Ehrenplatz und den Erhalt des Lindenstamms samt Gedenktafel einbrachten. Ausdrücklich bezog er dabei auch den Obst- und Gartenbauverein Belsen mit ein, der angrenzend den schönen kleinen Park als „Ausdruck einer liebens- und lebenswerten Gemeinde“ angelegt hat und pflegt.

Nach Enthüllung der Gedenktafel