Schüler engagierten sich auf dem Mössinger Friedhof

Viel sozialen Einsatz zeigten am 21. Juli 2008 acht Berufsfachschüler und zwei Berufsfachschülerinnen der Gewerblichen Schule Tübingen, die das erste Ausbildungsjahr im Schreinerhandwerk beendeten. Auf dem Mössinger Friedhof haben die Schüler Grabeinfassungen an bestehenden Grabfeldern nachgesetzt.

Friedhelm Schneider vom Mössinger Bauhof sowie Peter Kaltenbach (Technischer Oberlehrer der Gewerblichen Schule Tübingen) haben die Schüler dabei fachmännisch angeleitet. Am späten Nachmittag waren ca. 170 lfdm Grabeinfassungen nachgelegt.

Das Thema „Tod und Bestattung“ wurde auch im Religionsunterricht ausführlich behandelt. Eine erschreckende Feststellung für die Schüler war, dass so viele junge Menschen frühzeitig das Leben durch einen Unfall, Krankheit oder durch Freitod verlieren.

Friedhelm Schneider gab fachmännische Auskunft über die Grabgrößen von Einzel- und Doppelgräbern, Belegungsdauer und Grabpflege. Auch der anonyme Bestattungsbereich war für einige Schüler neu. Interessiert und aufmerksam hörten die Schüler zu.

Die Mössinger Stadtverwaltung sorgte freundlicherweise für Vesper und Getränke.
Nach Beendigung der Arbeiten durften die Schüler und Schülerinnen an diesem Abend das Mössinger Freibad kostenlos nutzen.

In den vergangenen Monaten zuvor hat bereits eine Schülergruppe des Berufsvorbereitungsjahrs (BVJ) in einem erweiterten Praktikum an diesem Projekt gearbeitet. Insgesamt haben diese Jugendliche mit der Unterstützung des Mössinger Bauhofs vier Grabfelder bearbeitet.

Über das außergewöhnliche Projekt „Tod und Friedhof“ sammelten die Schüler und Schülerinnen zusätzliche Lebenserfahrung. Im kommenden Schuljahr soll an diesem Thema theoretisch und praktisch weiter gearbeitet werden.

Berufsschüler legten Grabeinfassungen nach