Neue Ideen für die öffentliche Nutzung des Rosenparks

Bau- und Umweltausschuss ließ sich durch das weitläufige Parkgelände führen

Im Rahmen seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause besichtigte der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats am Montag, 8. September 2008 den entstehenden naturnahen Rosenpark am Nehrener Gässle. Dr. Hartmut und Sibylle Gaebele, die das ca. 6,7 Hektar große Gelände der ehemaligen Mössinger Mülldeponie seit 1994 mit vielstündigem Privatengagement für den Abfallzweckverband und die Stadt rekultivieren, hatten das Gremium zur Besichtigung eingeladen.
Führung durch Sibylle und Hartmut Gaeble durch den Rosenpark
Schnell wurde ersichtlich, dass die Beiden zusammen mit einigen Helfern in wenig mehr als einem Jahrzehnt enormes geleistet haben. So wurden bis heute in rund 6.000 Arbeitsstunden ca. 2.500 Bäume und Sträucher gepflanzt und gepflegt. Hinzu kommen über 400 gesetzte Rosen in 216 verschiedenen Arten und Sorten sowie etwa 200 einheimische Wildrosen in über 20 Arten.

Die geplanten Pflanzungen sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Mit ihnen wurden im Umkreis der noch längere Zeit notwendigen Gas-Sammeldome „Räume“ geschaffen, die später einmal für unterschiedlichste Nutzungen (wie etwa Ausstellungen, Aussichtsbänkle etc) genutzt werden können. Es wurden Vogelnährgehölze gepflanzt, um so aktiven Naturschutz zu betreiben. Ein Wegenetz ist geschaffen und mit teilweise besonderen Bäumen gesäumt worden. In einem speziellen Bereich entstand der „Zauberwald“, eine Areal wo aus ausgebrachtem Grünschnitt ein dichter Wildwuchs entstanden ist, durch den nun teilweise tunnelartige, geheimnisvolle Pfade führen. Und last but not least realisierten Gaebeles in Anlehnung an den Unterbau der Deponie eine witzige künstlerische „Sperrmüllinstallation“ (Bild rechts) entlang einer Lindenallee.

Was noch aussteht, ist Verwirklichung des seit längerem konzipierten Irrgartens. Dieser soll im relativ ebenen oberen Zwickel des Geländes, zwischen dem Kleintierzüchterheim und Nordring-Abschnitt N2 (Bild unten), entstehen. Realisiert werden kann er aber nur mit praktischer Unterstützung der Stadt und des Gemeinderats sowie der Bürgerschaft: Bei entsprechender Zustimmung ist die Ausschreibung eines Bürgerwettbewerbs zur Gestaltung des vielleicht 40 x 40 Meter großen Labyrinths angedacht. Dessen Realisierung (zunächst als Blumen- bzw. Blumenzwiebeleinsaat, später durch Hainbuchen) könnte dann meterweise durch die Bevölkerung, Firmen, Einrichtungen etc. erfolgen.

Hier soll das Labyrinth des Rosenparks entstehen