2. Mössinger Kulturherbst eröffnet

Im Mittelpunkt: Grenzgänger in Theater, Literatur, Film und Ausstellung


Am Sonntag, 5. Oktober 2008, wurde von Bürgermeister-Stellvertreter Max Göhner in den Mössinger Lichtspielen der 2. Mössinger Kulturherbst eröffnet.
Das 50er Jahre-Ambiente des Mössinger Kinos bildete den Rahmen für eine Veranstaltung, die vom Melchinger Theater Lindenhof sowie vom Mössinger Museumsleiter Dr. Hermann Berner gestaltet wurde und die rund 120 Gäste begeistert mitverfolgten.

Zuerst gab es verschiedene Beiträge des Theaters Lindenhof zum Motto des diesjährigen Kulturherbstes „Zwischen Himmel und Erde“, die sich alle um die Themen Fremde, Heimat und Grenzgänger drehten.

Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtete Dr. Berner über die wachsende Popularität der Beuremer Elsa in den letzten 15 Jahren, die mit einem Film begann, den das „Filmteam“ des Mössinger Museums über das Leben der Elsa Saile aus Beuren drehte. Schließlich schrieb Ruth Stützle ein Buch über das außergewöhnliche Leben der Elsa Saile und seit neuestem gibt es sogar ein Theaterstück, das sich eng an die Person der Beuremer Elsa anlehnt. Dieses Stück wird im Rahmen des Mössinger Kulturherbstes in den Lichtspielen mehrmals vom Theater Lindenhof aufgeführt.

Neben dieser Einführung und einem kurzen Blick auf das Leben von Außenseitern und ihre Akzeptanz durch die Mitbürger wurde bi der Kulturherbst-Eröffnung der Film „Elsas Weg“ aus dem Jahr 1995 gezeigt. Im Anschluss führte der Mössinger Museumsleiter in die in der Kulturscheune zu sehende Ausstellung „So war das mit der Elsa“ ein.

Szene aus Heimwärts 2 Szene aus Heimwärts 1

In der Ausstellung sind neben der Originalausrüstung der „Beuremer Elsa“ verschiedene Inszenierungen aufgebaut, die einen Eindruck von dem einfachen aber außergewöhnlichen Leben der Elsa Saile vermitteln. Zusätzlich sind einige großformatige Portraitfotos aufgehängt und im Nebenraum wird der Film „Elsas Weg“ gezeigt.

Der Kulturherbst fand am Montag in den Mössinger Lichtspielen unter dem Titel „Heimkunft“ seine Fortsetzung. Peter Härtling, Bernhard Hurm und Uwe Zellmer gestalteten einen Hölderlinabend mit Gedichten und Briefen des großen schwäbischen Dichters sowie Beiträgen aus Peter Härtlings romanhafter Hölderlin-Biographie.

Am Dienstagabend las in der Kulturscheune Monika Müller-Schauenburg im Wechselspiel mit dem Klarinettisten Patrick Koch aus Adalbert Stifters „Der Condor“. Es wurde dabei entsprechend dem Motto des Kulturherbstes „Zwischen Himmel und Erde“ ständig die Grenze zwischen Literatur und Musik überschritten, indem nach einzelnen Textpassagen inne galten wurde, um den literarischen Text musikalisch zu interpretieren. Zwischen Himmel und Erde bewegte sich auch der Inhalt der Geschichte. Eine Ballonfahrt, verknüpft mit einer zarten, unglücklichen Liebe.

Der Kulturherbst wird mit dem Theaterstück „Heimwärts“, Filmen zum Thema, zwei Wanderungen auf Elsas Spuren und einer Lesung aus dem Buch „Die Botin“ mit weiteren Höhepunkten aufwarten. Außerdem kann bis zum 9. November in der Mössinger Kulturscheune zu den üblichen Öffnungszeiten die Ausstellung „So war des mit der Elsa“ besichtigt werden.

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