Am Volkstrauertag wurde in Belsen, Mössingen und Öschingen für den Frieden gemahnt

Den Opfern von Krieg und Gewalt aller Nationen ist am diesjährigen Volkstrauertag, 16. November 2008, auch wieder auf den Friedhöfen der Stadt gedacht worden. Einzig in Talheim findet dieses Gedenken traditionell erst am Totensonntag statt.
Verstanden werden die Gedenkfeiern dabei immer auch als ausdrückliche Mahnung zur Versöhnung, Verständigung und zum Frieden.

Bürgermeister Werner Fifka sprach in diesem Jahr turnusgemäß auf der Gedenkfeier in Öschingen. Bevor er zusammen mit Ortsvorsteher Wolfgang Eißler die Kranzniederlegung vornahm, erinnerte Fifka an die Bedeutung des Volkstrauertages. „Es ist ein Gedenktag, dem Schreckliches, dem bis heute Unfassbares zugrunde liegt. Er erinnert an die Soldaten, die in zwei Weltkriegen fielen oder in Kriegsgefangenschaft starben, erinnert an Zivilisten, die im Bombenhagel oder auf der Flucht umkamen, und an Zwangsarbeiter, welche die harten Bedingungen nicht überlebten“, machte er deutlich.
In seiner Rede sprach Fifka auch von der Angst, Grausamkeit und Brutalität die mit Kriegen stets einhergehe. „Jeder junge Mensch, der zum ersten Mal begreift, was Krieg und Gewalt bedeuten, sieht danach die Welt mit anderen Augen. Er erkennt, dass sein Leben im hier und jetzt, in unserem Land, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt und das die Menschenrechte wahrt, dass dieses Leben ein Geschenk ist. Ein Geschenk, das freilich auch eine Verpflichtung enthält. Denn Frieden und Freiheit sind Güter, um die immer wieder von neuem gerungen werden muss – gestern, heute und morgen“.

Gleichzeitig mit dem Bürgermeister und Ortsvorsteher legten in Öschingen auch Vertreter der örtlichen Vereine einen Kranz nieder.
Musikalisch umrahmt wurde die dortige Feierstunde durch den Ev. Posaunenchor und den Liederkranz Öschingen

In Mössingen hielt die Gedenkrede Bürgermeister-Stellvertreter Max Göhner. Er legte später zusammen mit Hans Schmid von der Ortsgruppe des Sozialverbandes VdK und im Beisein von Hedwig Hantzsche vom Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermissten-Angehörigen (VdH) auch den Kranz nieder. Begleitet wurde die Feier hier von Klängen des Musikvereins und der Chorgemeinschaft Mössingen.

Die Ansprache am Ehrenmal in Belsen, die vom Ev. Posaunenchor und Kirchenchor Belsen feierlich umrahmt wurde, hielt Pfarrer Martin Brändel. Anschließend legte Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Müller zusammen mit Monika Schnadthorst, als Vertreterin des VDK Mössingen, auch hier einen Kranz nieder.