Durchführung des Programms „jes – Jugend engagiert sich“ in kommunale Hände gelegt

Stadt Mössingen zur offiziellen jes-Kommune ernannt

Seit 2001 hat die Landesstiftung Baden-Württemberg bei der Durchführung des Programms „jes – Jugend engagiert sich“ Regie geführt. Tausende junger Menschen haben sich an ehrenamtlichen Projekten in den Bereichen Soziales, Ökologie und Kultur beteiligt. Nun übernehmen die Kommunen das jes-Konzept und führen die Projekte weiter. Am 5. Dezember 2008 bekamen 37 baden-württembergische Gemeinden und Städte sowie zwei Landkreise in Stuttgart offiziell den Status einer jes-Kommune verliehen.

Bürgermeister Werner Fifka durfte nicht nur die entsprechende Urkunde entgegennehmen, sondern als Vertreter der Gemeinde, wo in den letzten Jahren proportional am meisten jes-Projekte umgesetzt werden sind, auch das Wort ergreifen.

Vertreter der jes-Kommunen bei der Zertifizierung
Mehr als 100 Kommunen, etwa 600 Projekte und über 6.000 engagierte junge Menschen – die Zahlen sprechen für sich. Das Programm „jes – Jugend engagiert sich“ hat in Baden-Württembergs Landschaft des Ehrenamts tiefe Spuren hinterlassen. 2001 wurde jes von der Landesstiftung ins Leben gerufen, als Dienstleister bei der Durchführung des Programms fungierte von Anfang an das Paritätische Bildungswerk. Jetzt, da die Initiative auf einem soliden Fundament ruht, übergab die Landesstiftung die Zügel an die Gemeinden, Städte und Landkreise, die sich künftig eigenverantwortlich um die Projekte auf ihrer Gemarkung kümmern werden.

Als Vertreter der Landesregierung nahm Staatssekretär Georg Wacker MdL vom Ministerium Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg an diesem Festakt teil. Gemeinsam mit Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung, überreichte er den Städten und Gemeinden die Urkunden.

Als Vertreter aller Landkreise, Städte und Gemeinden in denen jes-Projekte gelaufen sind, teilte Bürgermeister Ffka seine Erfahrungen mit:
„Ich habe nichts – auch nur ansatzweise – Vergleichbares erlebt, wo man es geschafft hat, so viele Jugendliche in unsere örtlichen Gemeinschaften hereinzuholen und sie für ehrenamtliche Tätigkeiten in den jes-Projekten zu gewinnen. Ich hätte das nicht für möglich gehalten“, machte er deutlich.
„Wir stellen in Mössingen auch zunehmend fest, dass sich jes-Projekte als ein Gewinn für unsere Schulen erweisen. Erfreulich ist, dass wir vor allem und gerade Haupt- und Förderschüler damit erstaunlich gut erreichen. Wir sehen hier wertvolle Ansätze zur Verknüpfung von ehrenamtlichem Engagement und schulischer Ganztagesbetreuung. Jes-Projekte sind eine gute Möglichkeit für den Schulträger, vernünftige Betreuungsangebote zu schaffen.
Alles in allem ist jes nur ein Gewinn für die Kommunen. Es lohnt sich für die Bürgermeister unserer Städte und Gemeinden jes-Projekte massiv und vor allem persönlich zu unterstützen. Ich habe es deutlich registriert und die wissenschaftliche Evaluation bestätigen dies: Öffentliche Wertschätzung ist ein wichtiges Element für den Erfolg des Programms“, hob Bürgermeister Fifka hervor.

Weitere Infos auf den Seiten der Landesstiftung:
-> http://www.landesstiftung-bw.de/themen/soziales.php?id=273