Seit Jahresbeginn ist Mössingen Große Kreisstadt

Erster Ortsschildwechsel am Neujahrmorgen

Seit Beginn des neuen Jahres gehört die Stadt Mössingen zu den 91 Großen Kreisstädten des Landes. Mit diesem rechtlichen Status verbunden sind zusätzliche Zuständigkeiten im Vergleich zu den sonstigen kreisangehörigen Gemeinden.
Als Oberbürgermeister Werner Fifka am Neujahrmorgen gegen 11 Uhr zusammen mit seinen ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertretern die erste der neuen Ortstafeln an der Ofterdinger Straße feierlich montierte, waren auch rund 300 Bürgerinnen und Bürger dabei, die dieses historische Ereignis trotz Eiseskälte persönlich miterleben wollten.

Nachdem das alte Ortsschild (wie einige andere Schilder auch) wenige Stunden zuvor geklaut worden war, entfiel der eigentlich geplante Austausch alt gegen neu. Stattdessen wurde gemeinsam am neuen Schild Hand angelegt, da Fifka in Folge eines Sturzes derzeit durch ein Gipsbein gehandicapt ist.
OB Fifka (Mitte) und seine Bürgermeister-Stellvertreter brachten das erste neue Ortsschild an
Die Erhebung zur Großen Kreisstadt sei für Mössingen ein historischer Moment, so OB Fifka, aber beileibe noch nicht das Ende der Stadtentwicklung. Dieser Aufgabe wolle und werde man sich auch weiterhin stellen. Trotzdem bleibe es Mössingen vermutlich auch in 20 oder 30 Jahren noch ansehbar, dass es sich um ein schnell gewachsenes Dorf handle.

Fifka erinnerte insofern mit einem Zeitungsausschnitt an die Stadterhebung vor genau 35 Jahren, am 1.1. 1974. Was damals gesagt worden sei, habe auch heute noch Gültigkeit. So beispielsweise das Schlagwort von der „Dynamik im Fortschritt“. Denn rasanter als in Mössingen könne der Aufschwung einer Kommune vom Dorf mit den höchsten Auswandererzahlen zu einer der am stärksten wachsenden Gemeinden im Land nicht erfolgen.

Das Prädikat „Große Kreisstadt“ stelle dabei quasi das Reifezeugnis für eine weitere gute Entwicklung dar. Denn auf den heutigen Lorbeeren wolle man sich nicht ausruhen sondern habe als nächstes Ziel bereits die Aufstufung der Stadt zum Mittelzentrum im Blick. Dabei sei er sehr zuversichtlich, dass dies schon bei der nächsten Fortschreibung des Landesentwicklungsplans erreicht werden könne. Denn im Vergleich mit anderen Städten gleicher Größenordnung schneide Mössingen sehr gut ab. Ganz besonders gelte dies bei der Infrastruktur, wo eigentlich nur noch eine Stadthalle fehle.

Nach seiner kurzen Ansprache lud Oberbürgermeister Werner Fifka alle Anwesenden noch herzlich dazu ein, mit eigens hergestelltem Prosecco oder auch einer wärmenden Tasse Kaffee sowie frischem Neujahrsgebäck auf eine gute Zukunft der Großen Kreisstadt anzustoßen.

Neujahrsgäste beim Ortsschildwechsel