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Dr. Franziska Blum übergibt Oberbürgermeister Bulander im Archiv das neue Findbuch

Blick ins Archiv

Neuer Archivbestand erschlossen


Als ein letztes Ergebnis ihrer Arbeit im Stadtarchiv übergab die neue Museums- und Archivleiterin Franziska Blum am 01. Juni 2017 Oberbürgermeister Michael Bulander das neue Findbuch des von ihr in den letzten Jahren verzeichneten Archivbestandes. Bei diesem handelt es sich im Wesentlichen um die ehemalige Hauptamtsregistratur mit Akten aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1980er-Jahre.

Insgesamt 20 laufende Meter Aktenmaterial ist nun mit Titeln und Signaturen versehen und damit recherchierbar. Der Bestand umfasst insgesamt 1.118 Titel. Interessierten Nutzern stehen diese Archivalien ab sofort zur Einsichtnahme im Stadtarchiv offen. Was ist darin zu finden? Eigentlich alles querbeet. Von A wie Apotheken über M wie Molkerei oder Mosterei bis Z wie Zwangsarbeiter. Besonders interessant findet Museumsleiterin Blum die Archivalien zu den örtlichen Gaststätten und Gewerben.

Ein erster umfassender Archivbestand Mössingen wurde bereits 1959 von Archivar Dr. Karl-Friedrich Eisele verzeichnet. Mit dem Neubau des Rathauses Anfang der 1980er-Jahre zog die Verwaltung aus dem alten Ortskern in die Freiherr-vom-Stein-Straße 20. Der damals in der Gottlieb-Rühle-Schule lagernde Archivbestand wurde ebenfalls an den neuen Standort umgezogen und in einem für Archivzwecke eingerichteten Raum im Untergeschoss untergebracht. Dieser gut strukturierte Bestand wurde vom ehemaligen Ersten Beigeordneten Eugen Anstätt, der das Archiv jahrelang ehrenamtlich betreute, in den 1980er- und 1990er-Jahren in sich erweitert und teilweise umgeordnet.

2011 erhielt das Stadtarchiv Mössingen im Bereich des ehemaligen Ratskellers neue Räume, die die Möglichkeit eröffneten, sämtliche Stockwerksregistraturen des Hauses zu übernehmen. Neben den Registraturen der einzelnen Fachbereiche wie Hauptamt, Bürgerservice/Ordnung und Verkehr sowie Bauen und Liegenschaften wurden zudem die Archivbestände der seit 1971 eingemeindeten, heutigen Stadtteile Talheim und Öschingen aus den dortigen Rathäusern übernommen. Das Archiv mit Altregistratur kann heute demnach umfassend Anfragen aus der Verwaltung sowie von interessierten Nutzern von außerhalb bedienen. Das jahrzehntelang ehrenamtlich betreute Archiv weist einen immensen Verzeichnungsrückstand auf, mit dem das Archivpersonal die nächsten Jahrzehnte beschäftigt sein wird. Ein erster Schritt ist mit dem neu verzeichneten Bestand getan.

„Interessierte Archivbesucher dürfen kommen und forschen“, so Blum zu Oberbürgermeister Bulander.