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Bürgerservice A-Z

Erneuerbare Wärmeenergien

Neubau mit Photovoltaikanlage

Fossile Brennstoffe, wie Erdöl und Erdgas, stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Ebenso ist klar, dass der übermäßige Ausstoß von Kohlendioxid (CO²) zur Veränderung des Klimas mit seinen verheerenden Auswirkungen, wie Umweltkatastrophen, extreme Hitze- und Dürreperioden, beiträgt.

Sowohl der Landesgesetzgeber als auch der Bundesgesetzgeber haben neue Lösungen entwickelt, mit denen fossile Energieträger geschont und gleichzeitig die klimaschädlichen CO²-Emissionen reduziert werden können. Dazu leisten das „Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG)“ des Landes Baden-Württemberg und das „Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)“ des Bundes einen wesentlichen Beitrag.

Die nachfolgenden Ausführungen umfassen 3 Rubriken:

1. Austausch der Heizungsanlagen in bestehenden Gebäuden
   (ab 01.07.2015)
2. Austausch der Heizungsanlagen in bestehenden Gebäuden
   (bis 30.06.2015)
3. Erneuerbare Energien bei Neubauvorhaben

Unbedingt das angegebene Datum beachten!


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Seit dem 01.Juli 2015 ist die dritte Fassung des Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg in Kraft getreten. Demzufolge müssen alle seit 01. Januar 2009 bestehenden Gebäude (Wohn- sowie Nichtwohngebäude), die unter Einsatz von Energie beheizt werden ab diesem Zeitpunkt mindestens 15 % des jährlichen Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden, wenn ein Austausch oder nachträglicher Einbau der Heizanlage erfolgt. Dem Austausch der Heizanlage ist gleichzusetzen der Austausch des Kessels oder eines anderen zentralen Wärmeerzeugers. Für Eigentümer besteht zusätzlich alternativ die Möglichkeit ihren Wärmeenergiebedarf um mindestens 15 % zu reduzieren, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.
 
Der Nachweis ist innerhalb von 18 Monate nach Inbetriebnahme der neuen Heizanlage der Baurechtsbehörde der Stadt Mössingen vorzulegen.
 
Das EWärmeG unterscheidet zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden. Wohngebäude dienen überwiegend, also zu mehr als 50 % dem Wohnen.
 
Nichtwohngebäude sind alle Gebäude, die nicht Wohngebäude sind. Hierzu gehören z. B. Büro- und Verwaltungsgebäude, Hotels, Ladengeschäfte oder Schulen und Kindergärten. Ausgenommen sind z. B. Gebäude < 50 m2, auf weniger als 12 °C beheizte oder provisorische Gebäude, Kirchen sowie Hallen, die überwiegend der Fertigung, Produktion, Montage oder Lagerung dienen. Bei gemischt genutzten Gebäuden ist das Gesetz für die Gebäudeart anzuwenden, welche flächenanteilig überwiegt. 
 
Das Gesetz ist technologieoffen ausgestaltet, d. h. Sie können aus einer Vielzahl an Technologien zur Nutzung erneuerbarer Wärme wählen oder sich für Ersatzmaßnahmen entscheiden. Diese können nahezu beliebig miteinander kombiniert werden. Die Maßnahmen werden entsprechend ihrem Anteil am Wärmeenergiebedarf oder ihrem Erfüllungsgrad angerechnet. Das Gesetz erlaubt an vielen Stellen, bestehende Komponenten anzurechnen:
Beispielsweise bestehende Solar- und Photovoltaikanlagen oder eine sehr gute Wärmedämmung.
 
Zur Kombination stehen folgende Erfüllungsoptionen:
  • Thermische Solaranlage
  • Photovoltaik
  • Holzzentralheizung
  • Einzelraumfeuerung für feste Biomasse
  • Energetischer Sanierungsfahrplan
  • Wärmepumpe
  • Bioöl und Biogas
  • Baulicher Wärmeschutz (Dämmung)
  • Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
  • Wärmenetzanschluss

Das nachstehende Balkendiagramm zeigt auf einen Blick den möglichen Erfüllungsgrad zu der jeweiligen Erfüllungsopton:

EWärmeG

Weitere Informationen zu den oben aufgeführten Möglichkeiten hinsichtlich Wohn- und Nichtwohngebäuden können den folgenden Merkblättern entnommen werden:

Aufzählungszeichen Merkblatt Heizungsaustausch_Wohngebäude_2015

Aufzählungszeichen Merkblatt Heizungsaustausch Nichtwohngebäude 2015

Nachweisformulare Heizungsaustausch (ab 01.07.2015):

Aufzählungszeichen Deckblatt Nachweis des Eigentümers_EWärmeG
   (einmalig auszufüllen)

Aufzählungszeichen Abwärmenutzung_Nachweisformular_EWärmeG
Aufzählungszeichen Anschluss_an_ein_Wärmenetz_EWärmeG
Aufzählungszeichen Außenwanddämmung_EWärmeG
Aufzählungszeichen Dachdaemmung_EWärmeG
Aufzählungszeichen Einzelraumfeuerung_EWärmeG
Aufzählungszeichen Entfallen_der_Nutzungspflicht_EWärmeG
Aufzählungszeichen Feste_Biomasse_Nachweisformular_EWärmeG
Aufzählungszeichen
Flüssige Biomasse_Nachweisformular_EWaermeG
Aufzählungszeichen Gasförmige Biomasse_Nachweisformular_EWaermeG
Aufzählungszeichen Gebäudekomplex_Nachweisformular_EWärmeG
Aufzählungszeichen Gesamtnachweis_Gebäudehülle_EWärmeG
Aufzählungszeichen Kellerdeckendämmung_EWärmeG
Aufzählungszeichen Kraft-Wärme-Kopplung_EWärmeG
Aufzählungszeichen Photovoltaik_Nachweisformular_EWärmeG
Aufzählungszeichen Sanierungsfahrplan_EWärmeG
Aufzählungszeichen Senkung_Waermeenergiebedarfs_EWärmeG
Aufzählungszeichen Solarthermische_Anlage_ EWärmeG 01.07.15
Aufzählungszeichen Sonstige_ersatzweise_Erfuellung_-Nachweisformular_EWaermeG
Aufzählungszeichen Waermepumpe_Nachweisformular_EWärmeG
Aufzählungszeichen Waermerückgewinnung_aus_Abluft_EWärmeG
Aufzählungszeichen Waermeschutz_EnEV_2007_-Nachweisformular_EWaermeG
Aufzählungszeichen Waermeschutz_EnEV_2009_-Nachweisformular_EWaermeG

Mustervordrucke für die Nachweisführung werden vom Baurechtsamt der Stadt Mössingen zur Verfügung gestellt.


Über2

Am 01.Januar 2010 ist der zweite Teil des Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg in Kraft getreten. Bei bestehenden Wohngebäuden mit mehr als 50 m² Wohnfläche müssen ab diesem Zeitpunkt mindestens 10 % des jährlichen Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden, wenn ein Austausch der Heizanlage erfolgt. Dem Austausch der Heizanlage ist gleichzusetzen der Austausch des Kessels oder eines anderen zentralen Wärmeerzeugers.

Wer seinen Kessel erneuern muss, darf deshalb nicht nur alt gegen neu austauschen, sondern muss die neuen gesetzlichen Anforderungen beachten.
So werden beim Altbau die Ziele dieses Gesetzes erfüllt, wenn je 1 m² Wohnfläche mindestens 0,04 m² Kollektorfläche auf dem Dach installiert werden.
Beispiel:
Ein Wohngebäude mit 100 m² Wohnfläche benötigt eine Kollektorfläche von mindestens 4 m².
Daneben gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur ersatzweisen Erfüllung des Gesetzes, die im EWärmeG bzw. in unserem Merkblatt nachgelesen werden können.

Informationen zu nachstehenden Fragestellungen beim Austausch der Heizungsanlage können dem Merkblatt „Fragen und Antworten zum Austausch Heizungsanlagen“ entnommen werden:

  1. In welchem Umfang müssen bei bestehenden Wohngebäuden erneuerbare Energien genutzt werden?
  2. Wann liegt ein Austausch der Heizungsanlage vor?
  3. Wenn mir meine Heizungsanlage kaputt geht, muss ich dann sofort erneuerbare Energien nutzen?
  4. Was ist unter erneuerbaren Energien im Sinne des Gesetzes zu verstehen?
  5. Welche Möglichkeiten gibt es, die Anforderungen zu erfüllen?
  6. Werden auch Kachelöfen als Einzelraumfeuerstätten anerkannt?
  7. Kann die Pflicht auch durch Wärmeschutzmaßnahmen erfüllt werden?
  8. Können auch bereits durchgeführte Wärmeschutzmaßnahmen angerechnet werden?
  9. Was wäre bei bestehenden Gebäuden die günstigste Art, die Anforderungen des Gesetzes zu erfüllen?
  10. Was ist, wenn mein Haus denkmalgeschützt ist?
  11. Mein Dach ist nicht optimal ausgerichtet, muss ich trotzdem eine solarthermische Anlage bauen?
  12. Wie und durch wen wird die Pflichterfüllung überwacht?
  13. Wer soll Nachweise zur Erfüllung der Anforderungen ausstellen können?
  14. Welche Folgen hätte ein Verstoß gegen die Nutzungspflicht?

Aufzählungszeichen  Merkblatt „Fragen und Antworten zum Austausch Heizungsanlagen“

Nachweisformulare Heizungsaustausch:

Aufzählungszeichen  Solarthermie – Nachweisformular EWärmeG
Aufzählungszeichen  Wärmepumpe – Nachweisformular EWärmeG
Aufzählungszeichen  Bioöl / Biogas – Nachweisformular EWärmeG
Aufzählungszeichen  Feste Biomasse – Nachweisformular EWärmeG
Aufzählungszeichen  Wärmeschutz EnEV 2007 – Nachweisformular EWärmeG
Aufzählungszeichen  Wärmeschutz EnEV 2009 – Nachweisformular EWärmeG
Aufzählungszeichen  Sonstige ersatzweise Erfüllung – Nachweisformular EWärmeG
Aufzählungszeichen  Entfallen der Nutzungspflicht – Nachweisformular EWärmeG


Die erste Stufe des im Jahr 2008 beschlossenen Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes
(EWärmeG) bezog sich auf neue Wohngebäude, für die vom 01.04.2008 bis 31.12.2008 der Bauantrag gestellt oder ein Kenntnisgabeverfahren eingereicht wurde. Der Wärmebedarf bei diesen neu zu errichtenden Wohngebäuden ist nach diesem Gesetz zu 20 % aus erneuerbaren Energien zu decken.
Diese erste Stufe des Gesetzes wurde am 01.01.2009 vom entsprechenden Bundeswärmegesetz (EEWärmeG) abgelöst.

Mustervordrucke für die Nachweisführung werden vom Baurechtsamt der Stadt Mössingen zur Verfügung gestellt.


Über3

In allen Neubauvorhaben, d. h. sowohl in Wohn- als auch in Nicht-Wohngebäuden besteht seit dem 01.01.2009 nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) des Bundes die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung. Dabei ist der Wärmeenergiebedarf durch die anteilige Nutzung von erneuerbaren Energien nach Maßgabe des EEWärmeG zu decken. Das Gesetz sieht dabei folgende Möglichkeiten der Pflichterfüllung vor:

  • Nutzung von Solarthermie sowie sonstiger solarer Strahlungsenergie
  • Nutzung von Biomasse
  • Nutzung von Geothermie und Umweltwärme

Zwischen den genannten Möglichkeiten besteht Wahlfreiheit. Allerdings ist der vorgeschriebene Umfang der Nutzung erneuerbarer Energien davon abhängig, welche Alternative eingesetzt wird. Einzelheiten dazu und weitere Informationen können dem Merkblatt zum EEWärmeG des Bundes entnommen werden.

Aufzählungszeichen  Merkblatt „Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Bund“ (EEWärmeG) für Neubauten

Neben der Nutzungspflicht bestehen für die Gebäudeeigentümer Nachweispflichten gegenüber der Stadt Mössingen als zuständiger unterer Baurechtsbehörde. Der Eigentümer eines Neubaus hat die Nachweise innerhalb von 3 Monaten ab dem Inbetriebnahmejahr der Heizungsanlage des neuen Gebäudes unaufgefordert und danach auf Verlangen der Stadt Mössingen vorzulegen. Je nachdem, welche Alternativen zur Erfüllung der Nutzungspflicht gewählt werden, ergeben sich unterschiedliche Nachweispflichten. Durch Sachkundige ist nachzuweisen, dass erneuerbare Energien im vorgesehenen Umfang eingesetzt wurden und diese den Anforderungen des Gesetzes entsprechen.


Nachweisformulare Neubauvorhaben:

Aufzählungszeichen Ausnahmen_EEWaermeG
Aufzählungszeichen Biogas_EEWaermeG
Aufzählungszeichen Biooel_EEWaermeG
Aufzählungszeichen Ersatzmassnahmen_EEWaermeG
Aufzählungszeichen Feste_Biomasse_EEWaermeG
Aufzählungszeichen Geothermie_und_Umweltwaerme_EEWaermeG
Aufzählungszeichen Hinweise_zu_den_Formularen_EEWaermeG
Aufzählungszeichen Kaelte_aus_erneuerbaren_Energien_EEWaermeG
Aufzählungszeichen Solarthermische_Anlagen_EEWaermeG


Weitere Informationen zum EEWärmeG des Bundes finden Sie auf der Homepage des Bundesumweltministeriums www.bmu.de.

Im Zuge des voranschreitenden Klimawandels sollte uns allen im Hinblick auf zukünftige Generationen bewusst werden, dass erneuerbare Energien nicht nur die Vorkommen an fossilen Brennstoffen schonen, sondern auch eine gesunde und lebenswerte Umwelt erhalten, die Lebensqualität und Wohlbefinden steigert.
 
Bei Unklarheiten und weiteren Fragen steht Ihnen das Baurechtsamt Mössingen gerne zur Verfügung.

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Mitarbeiter
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Zugehörigkeit zu
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Erforderliche Unterlagen

Keine Angabe möglich.

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Kosten/Leistung
  • für die Ausstellung des Nachweises: Kosten der sachkundigen Person
  • für die Einreichung des Nachweise: keine
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Sonstiges