Bürgerwerkstätten an der Arbeit

Im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses STEP2030 fand 2013 eine Haushaltsbefragung aller Haushalte in Mössingen statt. Bei der Beantwortung des Fragebogens konnten sich die Bürger auch für eine weitere Mitarbeit im STEP2030 bewerben. Aus den Anmeldungen wurden 120 Bürgerinnen und Bürger gelost, die sich aktiv in so genannten Bürgerwerkstätten zu bestimmten Themen einbrachten.

Derzeitiger Stand
Der Stadtentwicklungsprozess ist abgeschlossen, als Ergebnis wurde das Leitbild vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Bestandteile dieses Leitbilds 2030 sind insbesondere:
- Handlungsziele
- ein Leitbildplan als graphische Übersicht
- 13 Impulsprojekte
- ein Projekt- und Maßnahmenpool als dynamische Ideensammlung
Alle Dokumente finden Sie in der rechten Spalte zum Download.

Was vorher geschah
In einer Informationsveranstaltung im Juli 2013 in der Aula des Quenstedt-Gymnasiums wurden interessierte Bürgerinnen und Bürger in lockerer Moderation durch Timo Buff und Thomas Sippel der „Bürogemeinschaft für Planung und Kommunikation“ mit statistischem Material und den daraus ablesbaren Handlungsfeldern versorgt.
Auf große Schaubilder klebten die Zuhörer im Anschluss Punkte, wo ihrer Meinung nach dringender Handlungsbedarf besteht, wo sie sich besonders wohl fühlen und in welchem Stadtteil sie derzeit wohnen. Die so entstandenen Bilder werden als Einstieg für die gelosten Teilnehmer der Bürgerwerkstätten mitgegeben. Am 17. Juli 2013 wurden die Teilnehmer an den Werkstätten ausgelost.

Insgesamt sind genau 209 Anmeldungen erfolgt. Aufwendig wurde daher der Proporz an Bewohnern der verschiedenen Altersgruppen in den Stadtteilen und Teilorten errechnet um eine repräsentative Teilnehmerzahl zu ermitteln. Es gab daher Gruppen, die gesetzt wurden, andere, die zu losen waren. Um hier transparent zu sein, ohne einen unverhältnismäßigen Aufwand zu betreiben, wurde der Gemeinderat zum Losungsvorgang eingeladen, um die Richtigkeit der Losung zu bestätigen.
Bei der Sichtung der ermittelten Teilnehmerinnen und Teilnehmer staunte Oberbürgermeister Michael Bulander doch sehr. „Einige Menschen, die sich seit Jahren für Mössingen engagieren, wurden leider nicht gezogen und werden sicherlich enttäuscht sein“, fürchtet er.
Dennoch möchte man diesen Umstand auch als Chance wahrnehmen, denn viele neue, bisher noch nicht so stark in Erscheinung getretenen  Menschen haben sich gemeldet und das ist ja durchaus eine positive Resonanz.

Im Herbst 2014 beschäftigten sich die gelosten Bürgerinnen und Bürger in Werkstätten vertieft mit den Themen
- Naherholung
- Bästenhardt/Belsen
- Pausa-Areal
- Steinlach.
Die Protokolle zu diesen Werkstätten sind jeweils in der rechten Spalte zum Herunterladen.
Doch auch die anderen Themen, die von den Bürgern im Rahmen der Haushaltsbefragung genannt wurden, werden weiter bearbeitet. Zum einen im Rahmen des Bürgerschaftlichen Engagements, zum anderen von der Stadtverwaltung. Folgende Einzelprojekte konnten bereits erfolgreich realisiert werden:
- Aufstellen von Sitzbänken in und außerhalb der Stadt
- Blindenampel in der Verbindung Breitestraße Rathausplatz in Richtung Bahnhof
- Querungshilfen in Bästenhardt
- Aufstellung eines Einzelhandelskonzepts mit Fokus Innenstadt
- Parkhaus in der Innenstadt wurde beschlossen
- Spielgerät für Erwachsene und Spielplatzerneuerung hinter der Filsenbergschule in Öschingen
- Umsetzung neues Stadtbus-Konzept ab 1. August 2015
- Aus der Bürgerschaft heraus gibt es zurzeit die Initiative, eine Bürgerstiftung zu gründen.
 
Der Gemeinderat hat sich im Juli 2015 in einer Klausurtagung mit den gesamten Ergebnissen aus dem STEP 2030 auseinandergesetzt und daraus das Leitbild und mehrere Impulsprojekte bestimmt. Die Ergebnisse wurden von Herr Buff vom Büro Sippel & Buff aus Stuttgart gemeinsam mit der Verwaltung in einem öffentlichen Bürgerspiegel im September 2015 vorgestellt.
Der Beschluss des Gemeinderats im November 2015 bildete den vorläufigen Abschluss des Beteiligungsprozesses. Der Gemeinderat beschloss dabei außerdem, für den Prozess eine Dokumentation zu erstellen und ein Monitoring einzuführen, mit dem die Umsetzung überprüft werden wird.