Internationaler Museumstag 2020

In diesem Jahr feiern wir den Internationalen Museumstag am 17. Mai in digitaler Form und laden Sie zu virtuellen Museumsbesuchen ein. Aufgrund der beengten Räumlichkeiten öffnen die Mössinger Museen vorerst noch nicht.
Entdecken Sie am Internationalen Museumstag die Vielfalt unserer lokalen Museumslandschaft im virtuellen Rundgang, lassen Sie sich begeistern und stimmen Sie sich in dieser Form schon einmal auf Ihren nächsten Museumsbesuch vor Ort ein.
Das Museum Historische Messerschmiede in Mössingen öffnet dieses Jahr leider noch nicht im Mai seine Pforten. In den alten Schmiede-Werkstätten von Johannes und Robert Nill wird sonst an der Esse geschmiedet und an den Schleifmechanismen geschliffen. Kinder können an der Feldesse im Garten ein eigenes Messer schmieden. Wir laden Sie zu einem virtuellen Rundgang ein.

Schmied Andreas Schweikert betätigt den alten Blasebalg an der Esse

Der Stahl ist erhitzt und wird am Amboss bearbeitet

Das Gebäude der Messerschmiede stammt aus dem Jahr 1569 und bildete ursprünglich mit dem Nachbargebäude eine Einheit

Kinder schmieden am Internationalen Museumstag an der Feldesse ein eigenes Messer

Hans Streib schleift ein Messer am alten Schleifmechanismus

Die Werkstätten der Messerschmiede stammen aus den 1880er- bzw. 1920er-Jahren
Das Museum Rechenmacherhaus in der Mössinger Waibachstraße 15 nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise in frühere Wohn- und Arbeitsverhältnisse. Das Gebäude aus dem Jahr 1623 zeigt zwei kleine Wohnräume, eine Öhrnküche (Küche im Flur) und eine Rechenmacherwerkstatt, die einst 1898 eingerichtet wurde. Der letzte Rechenmacher Wilhelm Wagner lebte noch bis 1980 in diesen Räumen.
Die Rechenmacherei war ein typisches Mössinger Kleinhandwerk. Um 1900 gab es in Mössingen etwas 50 Rechenmacher. Zusammen mit einer kleinen Landwirtschaft sicherte das Handwerk ein bescheidenes Auskommen. Um die Rechen in der Region zu vertreiben, versandte man sie mit dem Zug ins ganze Land. In der näheren Umgebung boten die Rechenmacher ihre Waren im Hausierhandel an.  

Öhrnküche im Rechenmacherhaus: Der Flur diente früher als Küche

Rechenmacher Wilhelm Wagner am Schneidstuhl

Wilhelm Wagner mit Gabel und Rechen vor seinem Haus

Das Rechenmacherhaus stammt aus dem Jahr 1623