ErlebnisFührungen

Stadtführungen und mehr

Wer in die Geschichte Mössingens eintauchen möchte, hat bei einem geführten Stadtrundgang reichlich Gelegenheit dazu.
Wir bieten Ihnen folgende Themen an:

Themen

  • 1: Durch das alte Mössingen
  • 2: Stadtrallye für Schüler
  • 3: Das Rechenmacherhaus
  • 4: Die Historische Messerschmiede
  • 5: Auf den Spuren des Mössinger Generalstreiks
  • 6: Die Pausa - Ehemals Textildruckerei von Weltrang

Dauer: Jeweils ca. 1,5 Stunden
Teilnehmer: Alle Touren sind für 1-25 Personen buchbar.
Termine: Nach Absprache
Kosten: 50 €
Buchung: Über die Tourist-Info (siehe rechts)

Hinweis: Die städtische Tourist-Info ist ausschließlich Vermittlerin des Vertrages zwischen dem Auftraggeber der Führung und dem ausführenden Gästeführer. Die Stadt haftet daher nicht für Leistungen, Personen- oder Sachschäden im Zusammenhang mit der Führung.
Mössingen, der Zentralort des Steinlachtals, entstand im 6. Jahr-hundert und wurde 774 erstmals urkundlich erwähnt. Der seit dem Hochmittelalter zur Grafschaft Zollern gehörige Ort ging im 15. Jahrhundert an Württemberg.

Der dörfliche Charakter war jahrhundertelang prägend, auch nach Anschluss an die Eisenbahn 1869 und der nachfolgenden Ansiedlung von Textilindustrie. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs war dagegen ein enormes Wachstum zu beobachten. Hierzu trugen auch maßgeblich die 1971 eingegliederten Dörfer Öschingen und Talheim bei.

1974 konnte man mit der 1200-Jahr-Feier zugleich die Stadterhebung begehen. Und 35 Jahre später erreichte Mössingen bereits den Status einer Großen Kreisstadt. 

Trotz dynamischer Entwicklung ist sich die in mehrfacher Hinsicht junge Stadt auch ihrer langen Geschichte bewusst. Von der Historie künden in Mössingen noch viele herausragende Bauten.

Folgende Führungen leiten Sie zu spannenden Orten im Altort und machen Ihnen die Vergangenheit mit mancher Anekdote wieder lebendig:

Führung 1: Durchs alte Mössingen

Beim Rundgang durch den alten Ortskern entlang der Steinlach ist der Standort der einstigen Burg, die Peter-und-Pauls-Kirche, das Alte Rathaus, historische Gastwirtschaften sowie das erste E-Werk zu sehen. Wir hören Geschichten von Handwerkern, Arbeiterbauern und rebellischen Mössingern.

Führung 2: Stadtrallye für Schüler

Schulklassen erkunden das alte Mössingen – zunächst auf eigene Faust: Wo stand einst die Burg? Weshalb wurde um die Peter-und-Pauls-Kirche eine hohe Mauer gebaut? Welche typischen Handwerke betrieben die Mössinger? Und wo wurde der erste örtliche Strom produziert?

Info und Buchung eines geführten Rundgangs

Zwei Handwerkerhäuser zeigen die alte Arbeitswelt

Über die Jahrhunderte wurde in Mössingen der Grundbesitz nach dem württembergischen Realteilungsrecht vererbt, wonach jedes Kind gleich erbberechtigt war. Die kleinen „Handtuchfelder“ reichten dann oft nicht mehr für die Ernährung einer Familie aus, so dass sich die Mössinger ein handwerkliches Zubrot suchten. Ein typisches örtliches Handwerk war das der Rechenmacherei, von der heute noch eine alte Werkstatt in der Waibachstraße zeugt.
Im Museum Messerschmiede dagegen können die Besucher noch die alte Arbeitsweise des Schmieds kennen lernen. In diesem Haus in der Hirschgasse wurde über drei Generationen das Schmiedehandwerk ausgeübt.

Folgende Führungen leiten Sie zu den beiden spannenden Museen im Altort und macht Ihnen die Vergangenheit mit mancher Anekdote wieder lebendig:

Führung 3: Rechenmacherhaus

Das Museum Rechenmacherhaus zeigt heute noch die originale Werkstatt des Bernhard Wagner aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dokumentiert ein typisches Mössinger Handwerk. Neben dem Arbeitsraum sind auch die Wohnräume mit Kammer, Stube und Öhrnküche erhalten. Die Führung ist mit einem Stadtrundgang kombinierbar.  

Führung 4: Historische Messerschmiede

Die Historische Messerschmiede zeigt zwei originale Werkstätten mit Schmiedeesse, ledernem Blasebalg, historischen Schleifmaschinen, Werkbänken und alten Werkzeugen – die eine aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die jüngere aus dem Jahr 1920. Drei Generationen der Familie Nill haben hier gelebt und gearbeitet: Sowohl Johannes Nill, auch „dr Luschdig“ genannt, wie auch seine Kinder Anna und Robert waren interessante Persönlichkeiten. Die Führung ist mit einem Stadtrundgang kombinierbar. 

Info und Buchung eines geführter Rundgangs
Nach der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler fand am 31. Januar 1933 im damals 4.000 Einwohner großen Mössingen eine Streikaktion mit 800 Beteiligten statt, um dagegen zu protestieren.

Der Streikzug versuchte die drei großen örtlichen Textilfabriken Pausa, Merz und Burkhardt lahmzulegen und damit ein Zeichen gegen Hitler zu setzen. Am Nachmittag wurde der Streikzug durch das Eintreffen von Schutzpolizei aufgelöst und noch am Abend führte die Polizei die ersten Verhaftungen durch.

Die Führung 5 "Auf den Spuren des Mössinger Generalstreiks" zeigt Ihnen die Stationen des Streikzugs auf und stellt Hintergründe, Beteiligte und Folgen dar.

Info und Buchung eines geführten Rundgangs
Obwohl die einst weltbekannte Firma Pausa 2004 ihre Produktion einstellte, hat das Pausa-Quartier für Mössingen nach wie vor große Bedeutung. Denn die vom bekannten Architekten Manfred Lehmbruck im Bauhausstil entworfenen und 1951-1961 realisierten Produktionshallen mit Verwaltungsgebäude wurden mit ihrer Textilsammlung als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz gestellt.

Seit dem Erwerb der Gewerbebrache durch die Stadt wird das Gebäudeensemble als einzigartiges Zeugnis der Textilindustrie nach und nach einer verträglichen neuen Nutzung wie zugeführt. So finden sich hier die Stadtbücherei, zweimal jährlich Theateraufführungen und bald ein Café mit Streuobst-Besucherzentrum.

Führung 6

Der Rundgang durch das Gebäudeensemble der ehemaligen Textildruckerei PAUSA macht die besondere Bauhausarchitektur der 1950er- und 1960er-Jahre deutlich. Neben Einblicken in die Firmen- und Produktionsgeschichte werden aus der umfangreichen Stoffsammlung ausgewählte Muster und originale Räume gezeigt. Außerdem wird der besondere „Pausa-Stil“ erläutert.

Info und Buchung eines geführten Rundgangs