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Wandern in Mössingen ist immer abwechslungsreich, spannend und wohltuend - aber mehr als "nur" Premiumwandern. Dafür sorgt alleine schon das vielfältige, ausgeschilderete Wegenetz der drei Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins.

Durch Mössingens Teilort Talheim führt der Albsteig (HW1/Schwäbische Alb Nordrandweg). Als Qualitätswanderweg und einer der "Top Trails of Germany" verbindet er die den Nordrand der Schwäbischen Alb zwischen Tuttlingen und Donauwörth (350 km).

Die Erlebnisroute verläuft auf abwechslungsreichen und großteils naturbelassenen Pfaden über weite Strecken direkt an der Traufkante und mit faszinierenden Weitblicken.

Als herrliche Streckenwanderung mit guter Busanbindung empfehlen wir Ihnen die Tour "Mit besten Aussichten über's Rossfeld zum Steinlachursprung". Zugegeben - diese Wanderung fordert. Aber sie liefert auch: zwischen Öschingen und Talheim tolle Fernsichten, wilde Natur, Waldeinsamkeit, abwechslungsreiche Wege und sagenhafte Geschichte. Die Tourbeschreibung gibt es im Internet (www.schwaebischealb.de) oder im Magazin "ErlebnisWandern" - herausgegeben vom Schwäbischen Alb Tourismus und u.a. erhältlich bei der Tourist-Info der Stadtverwaltung (tourismus@moessingen. de)

Ein anderer empfehlenswerter Rundweg ist Leberblümleweg in Talheim.

Tolle Fernsichten, wilde Natur, Waldeinsamkeit, abwechslungsreiche Wege und sagenhafte Geschichte erwarten uns

  • Strecke:  14,3 km
  • Dauer:    4:30 Std
  • Aufstieg: 601 hm
  • Abstieg:  589 hm

Eingebettet zwischen dem Firstberg und den Ausläufern der Schwäbischen Alb, schmiegen sich die ehemals selbständigen Bauern- und Handwerkerdörfer Öschingen und Talheim mit ihren ausgedehnten Streuobstwiesen, kleinen Feldern und den uralten Buchenwäldern idyllisch an den Albtrauf.
 
Am Bushalt „Reutlinger Straße“ in Öschingen, gelegen an der Ortsdurchfahrt Richtung Gönningen, beginnt die Wanderung. In Talheim endet sie. Vom dortigen Bushalt „Alte Post“(14 km) fahren drei Buslinien direkt bzw. über Mössingen zurück nach Öschingen.
Von Öschingen aus schlängelt sich der Pfad durch Naturschutzgebiet hinauf zum Aussichtspunkt Kalkofen.

Mit Blick auf den 100 Jahre alten Albvereinsturm geht es mit leichtem Gefälle am Rossberg vorbei, dann hinab ins Öschenbachtal, vorbei am Hirschhäusle und über den Eichberg wieder hinauf zum Albtrauf. Nach einer Panorama-Rast auf dem Bolberg führt der Albsteig vorbei an alten Schanzen zur ehemaligen keltischen Heidenburg auf dem Riedernberg. Dann hinab durch prächtige Buchen-Hangwälder und schmale Waldschluchten in das beginnende Steinlachtal und ins idyllisch am Albtrauf gelegene Talheim - wie Öschingen heute Teilort der Großen Kreisstadt Mössingen.

Unterwegs eröffnen sich gleich mehrfach herrliche Aussichten auf einige der schönsten Stellen der mittleren Alb. Die Sicht reicht über die Ausläuferberge des Albtraufs bis zum Schwarzwald und weit ins Neckartal über den Stuttgarter Fernsehturm hinaus. An der Strecke liegen alte Buchen-Hangwälder, in denen noch der streng geschützte Alpenbock (Rosalia alpina) zu beobachten ist, ein blaugemusterter Bockkäfer, der nur an wenigen Stellen der Alb vorkommt und vom Aussterben bedroht ist. Aber auch Wiesenwege mit kräuterreichen Trockenrasen, die noch traditionell mit Schafen beweidet werden und diverse Orchideen- und Enzianarten beherbergen.

Von früheren Zeiten erzählen das sagenumwobene „Hirschhäusle“, die ehemalige Heidenburg auf dem Riedernberg und alte Schanzen aus dem spanischen Erbfolgekrieg.

Tipp
Nützen Sie die Einkehrmöglichkeiten in Talheim (Gasthaus Engel, Zum Talwirt) und Öschingen (z.B. Gasthaus Krone, Gasthaus Adler). In beiden Orten gibt es auch Backwaren, Metzger und weitere Geschäfte.
Der Leberblümleweg führt durch das idyllische Seebachtal. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz "Dicke Buche"oberhalb der Bergkirche und dem Friedhof von Talheim, am oberen Ende der Kirchstraße.
  • Streckenlänge: ca. 4,2 km
  • Höhenunterschied: ca. 50 m

Normales Schuhwerk ausreichend, kinderwagentauglich.
Bushaltestelle „Schwanen“ am unteren Ende der Kirchstraße in der Farrenbergstraße

Sehenswert

Die Talheimer Pfarrkirche wurde im 14. Jhdt. erbaut. Der berühmte spätgotische Schnitzaltar dieser Kirche ist leider nur im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart zu besichtigen. Ein Muttergottesbild, zu dem bis zum Jahre 1901 Wallfahrten unternommen wurden, befindet sich jetzt auf Schloß Lichtenstein.  Eine danebenliegende Beginenklause, erstmals erwähnt im 14. Jhdt., wurde im 17. Jhdt. aufgelöst und existiert nicht mehr.

Wegbeschreibung

Zunächst folgen wir dem Hinweis des Schwäb. Albverein (S.A.V.) in Richtung Kirchkopf bis zu einer Wegegabelung am Wanderparkplatz „Kirchkopf“. Dort wenden wir uns nach links, vorbei an einem öffentlichen überdachten Grillplatz. Der Weg führt mäßig steil bergan durch einen prächtigen Buchenhochwald. Hier blühen im März Tausende der seltenen und geschützten Leberblümchen.

Etwas später folgen wir dem S.A.V.-Zeichen der blauen Raute in Richtung Filsenberg / Bolberg. Schließlich senkt sich der Weg wieder ab bis zum munter plätschernden und mäandernden Seebach. Der Name kommt angeblich von einer Bachaufstauung des Seebach im Oberlauf bei der früheren Willmandinger Mühle.

Nach Überquerung des Seebachs begleiten wir den Bachlauf abwärts oder machen bachaufwärts einen kleinen Abstecher von je ca. 1 km hin und zurück zur Seebachquelle ( Karst-Hungerbrunnen ). Sie entspringt als „ Bröller“, d.h. bei reichlicher Wasserführung „ brüllend“ aus einer kleinen Höhle im geschichteten Felsgestein ( Weißjura beta ).

Der reguläre Rundweg folgt aber dem Bachlauf abwärts durch einen schönen Waldabschnitt und schließlich vorbei an Viehweiden. Nach erneutem Überqueren des Baches führt der Weg durch eine abwechslungsreiche Wiesen-, Weiden- und Heckenlandschaft mit herrlichem Ausblick auf den Albtrauf, vor allem auf den Farrenberg und schließlich wieder auf die Talheimer Bergkirche.

Für einen gelungenen Abschluß dieser Wanderung empfiehlt sich ein nochmaliges Ansteuern des o.g. Grillplatzes ( möglich auch mit PKW ) oder eine Einkehr in einem der Talheimer Gasthäuser.

Wegbeschreibung erstellt durch den Freundeskreis der Blumenstadt Mössingen (2011)