Gut informiert

Sportstättendialog hat begonnen


In der öffentlichen Informationsveranstaltung am vergangenen Mittwoch hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Planungsbüro Sippel.Buff und dem Fachplanungsbüro SpOrt concept das Projekt „Sportstättendialog“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Hierzu fanden sich am Abend in der Aula des Quenstedt-Gymnasiums rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Mössinger Schulen, Vereinen und des Gemeinderats ein, um sich über das Projekt zu informieren und Fragen zu stellen. Etwa 50 weitere Zuschauerinnen und Zuschauer nahmen per Livestream teil.

Zu Beginn der Veranstaltung hielt Oberbürgermeister Michael Bulander fest: „Unsere Sportstätten sind nicht mehr auf der Höhe der Zeit.“ Einige Sporthallen müssten dringend saniert werden und insgesamt stünden zu wenige Räumlichkeiten bereit, um die Bedarfe der Mössinger Schulen und Vereine zufriedenstellend decken zu können. Daher möchte die Verwaltung nun gemeinsam mit weiteren Beteiligten in den auf eineinhalb bis zwei Jahre angelegten Prozess einsteigen und zunächst einmal den Status quo festhalten und Bedarfe ermitteln. Mit diesen Basisinformationen in der Hand können die Beteiligten anschließend ein stimmiges Konzept für die Zukunft erarbeiten.

Der „Masterplan“ für den Sportstättendialog

Moderator Timo Buff vom Planungsbüro Sippel.Buff erläuterte den „Masterplan“, der die Projektbeteiligten zum angestrebten Konzept führen wird. Im Zentrum des Plans steht das sogenannte Sportforum, die Projektgruppe aus Vereinen, Schulen, Gemeinderat, Stadtverwaltung und externen Beratern, die das Thema gemeinsam bearbeiten wird. In den kommenden Monaten steht eine gründliche Analyse der aktuellen Sportstättensituation an, dann folgt die Konzeptphase. Zwischendurch wird regelmäßig über die Zwischenergebnisse informiert und es werden gegebenenfalls nötige Beschlüsse des Gemeinderats eingeholt. Zusätzlich zum Sportforum wird es weitere Arbeitsgruppen, Workshops und auch eine Exkursion zu einem bereits erfolgreich umgesetzten Konzept geben. Herr Buff betonte, die Bedarfe des Schulsports und der Vereinsangebote seien maßgebend für das zu entwickelnde Konzept. Eine weitere Leitplanke: Das Sportgelände Langgaß wird zwar in die Analyse miteinbezogen werden, ein Ausbau oder eine Erweiterung dieses Standorts wird aufgrund seiner Lage in einem Wohngebiet allerdings nicht möglich sein.

Externe Beratung durch die Expertinnen von SpOrt concept

Cathrin Dietz, Geschäftsführerin von SpOrt concept, stellte Details zu ihrer Vorgehensweise in den einzelnen Projektphasen vor, zu der unter anderem Bestandsaufnahme und -analyse, Bedarfsermittlung, Standortuntersuchung, Ermittlung von Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Ermittlung von Investitions- und künftigen Betriebskosten gehören. Sie gab außerdem einen Überblick über die ersten Ergebnisse der Bestandsanalyse, die bereits seit etwa einem halben Jahr läuft. Hierfür haben Schulen und Vereine entsprechend vorbereitete Fragebögen ausgefüllt. Frau Dietz machte deutlich, dass das finale Konzept kein „Wunschkonzert“ sein wird, sondern genau auf den Bedarf zugeschnitten – das Ganze muss schließlich auch finanzierbar sein. Natürlich werde man alle Wünsche der Schulen und Vereine aufnehmen, diese müssten aber sorgfältig mit dem tatsächlichen Bedarf abgeglichen werden.

Der Fragebogen für die Bedarfsanalyse

Ina Walden, Projektleiterin bei SpOrt concept, ging noch etwas genauer auf den Fragebogen ein, der in der Bedarfsanalyse eine zentrale Rolle spielt. Sie erläuterte, wie er von den Vereinen auszufüllen ist und ermunterte diejenigen Vereine, die noch keinen Fragebogen ausgefüllt haben, dies zeitnah zu tun. Bis zum ersten Treffen des Sportforums am 25.11.2020 sollten alle Informationen vorliegen. Vereine können den Fragebogen bei Ursula Lutsch (u.lutsch@moessingen.de, 07473/370-151) anfordern.

Fragen und Antworten

Auch konnten während der Veranstaltung bereits einige Fragen der Vereine geklärt werden. Beispielsweise erkundigte sich Dieter Schneider, Erster Vorsitzender der LG Steinlach-Hohenzollern, ob der Prozess wirklich so lange dauern müsse, denn es bestehe bereits jetzt ein dringender Platzbedarf. OB Bulander entgegnete, man müsse sich durchaus die Zeit nehmen, sorgfältig zu planen, damit nachher ein gutes Ergebnis erzielt und die knappen städtischen Finanzmittel zielgenau eingesetzt werden könnten. Eine weitere Frage bezog sich auf das Hallenbad: Ob man das nicht abreißen und ins Freibad integrieren könne, sodass Platz für eine weitere Sportstätte im Stadtzentrum sei. OB Bulander erklärte, der Gemeinderat habe die Option eines kombinierten Hallen- und Freibads vor der Sanierung des Hallenbads geprüft und aus Kostengründen abgelehnt. Zudem sei es keine Option, das Hallenbad kurz nach seiner umfangreichen Sanierung wieder abzureißen. Schließlich kam noch die Frage auf, ob auch Outdoor-Sportgeräte im Projekt inbegriffen seien. Dies sei nicht der Fall, antwortete Bürgermeister Martin Gönner, sei aber bei der Neukonzeption des Mühlegärtles ein Thema.

Impulsvortrag zu Veränderungen im Sport- und Vereinswesen

Zum Schluss zeigte Frau Dietz einen Impulsvortrag zum Thema „Veränderungen im Sport- und Vereinswesen“, in dem sie darauf einging, welchen Herausforderungen der Sport sich aktuell gegenübersieht, bedingt unter anderem durch demografischen Wandel und gesellschaftliche Veränderungen wie Digitalisierung, Ganztagsschulen und allgemeine Werteveränderungen. Am Ende ihrer Präsentation standen inspirierende Beispiele für die Umsetzung von Sportstätten in anderen Kommunen.

Sie haben die Auftaktveranstaltung verpasst?

Schauen Sie sich den kompletten Livestream auf unserem YouTube-Kanal an oder blättern Sie durch die Präsentationen des Abends:

Direkt zum Livestream
Präsentation öffnen