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Blick ins Stadtarchiv – Wie erforsche ich meine Familie?


Am Freitag, den 25. September 2026, fand im Stadtarchiv die Führung zum Thema „Wie erforsche ich meine Familie?“ statt. Eine kleine Gruppe Interessierter nahm die Gelegenheit wahr, einen Einblick in die spannende Welt der Ahnenforschung zu erhalten.

Über einen Zeitraum von rund zwei Stunden präsentierte Stadtarchivar David dos Santos Lourenço anschaulich die vielfältigen Bestände des Stadtarchivs, welche sich besonders gut für die Erforschung der eigenen Familiengeschichte eignen. Im Mittelpunkt stand dabei die Auswanderung des Mössingers Bernhard Strohmaier, welcher mit seiner Frau Katharina (geb. Schäfer) und seinen sieben Kindern am 24. April 1817 in die Schwarzmeerregion nach Großliebenthal im Gebiet der heutigen Ukraine aufbrach.

In den Unterlagen des Stadtarchivs finden sich viele Nachweise, anhand derer sich die Auswanderung gut rekonstruieren lässt, so z.B. Eintragungen im Kaufbuch von 1814/22 für die Verkäufe von Land, Wald und Wiese oder im Gerichtsprotokoll (Gemeinderatsprotokoll) vom 23. April 1817 eine Bürgschaft des Schwagers Michael Holfinger. So konnten die Vorgehensweise hinsichtlich der Recherche zur eigenen Familiengeschichte praxisnah veranschaulicht werden.

Stadtarchiv historisches Kaufbuch

Im Kaufbuch von 1814/22 finden sich einige Eintragungen zu von Bernhard Strohmaier getätigten Verkäufen.

Die Teilnehmenden erhielten zudem Einblicke in verschiedene zentrale Quellen, wie das Familienregister, die Geburtenregister, das Gebäudekataster sowie die Inventuren- und Teilungsbände. Schließlich wurde deutlich, welche Fülle an Informationen in den Archivbeständen verborgen liegen und wie sich daraus Schritt für Schritt familiäre Zusammenhänge rekonstruieren lassen.

Stadtarchiv Arbeitstisch Dokumente

Der gut befüllte Arbeitstisch mit einigen beispielhaft ausgewählter Literatur sowie Archivalien.

Der obligatorische Rundgang durch die Magazinräume des Stadtarchivs, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind, durfte ebenfalls nicht fehlen. Anhand des vorherrschenden kühlen Raumklimas und der teilweise über mehrere Jahrhunderte alten Bände, konnte hier anschaulich auf die wichtige archivische Aufgabe der Bestandserhaltung eingegangen werden.

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden nicht nur einen fundierten Überblick über die Möglichkeiten der Familienforschung, sondern weckte gewiss auch das Interesse, selbst auf Spurensuche in der eigenen Familiengeschichte zu gehen.