Dr. Robert Lutz: Der Christ Johannes Kepler im Spannungsfeld des Konfessionellen Zeitalters VERSCHOBEN

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Do, 3. Dezember 2020
19:30 Uhr

Im geschichtlichen Rückblick grenzt es an ein Wunder, dass Johannes - ein Siebenmonatskind und lebenslang von einem Augenleiden geplagt - der Welt zu bahnbrechenden Erkenntnissen verhelfen konnte.
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Beschreibung

Im geschichtlichen Rückblick grenzt es an ein Wunder, dass Johannes - ein Siebenmonatskind und lebenslang von einem Augenleiden geplagt - der Welt zu bahn­brech­en­den Erkenntnissen verhelfen konnte.
Eigentlich hätte es aufgrund des Augsburger Religions­frieden von 1555 keinen 30jährigen Krieg geben dürfen, da Toleranz vor Rechthaberei als oberstes Prinzip galt. Etwa 20 Jahre später kam eine Fürstengeneration an die Macht, die dieses Prinzip auf den Kopf stellte.
In diese Zeit fiel die Geburt von Johannes (1571)
Sein ganzes Leben lang war er auf der Flucht vor der Ge­genreformation, die seine wissenschaftliche Arbeit an den Wirkungsstätten Graz, Prag und Linz massiv behin­derte und ihn schließlich über Ulm nach Schlesien als Gast Wallensteins führte.
Für die Katholiken war er der Protestant, für die Luthera­ner aber stand er im Verdacht ein Kryptocalvinist zu sein, weil er die von jedem württembergischen Untertan ge­for­derte Unterschrift unter die Konkordienformel ver­wei­ger­te; so wurde seine anvisierte Professur in Tübingen nie Wirk­lichkeit.
Der Vortrag bettet seine wissenschaftlichen Erkenntnis­fortschritte in die jeweilige politische Konstellation ein und vergisst auch nicht die Schicksalsschläge (Verlust von Frau und Kind - Prozess gegen seine Mutter).

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Veranstaltungsort
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Hinweise
  • Diese Veranstaltung ist rollstuhlgerecht
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