Medientipp April

Haruki Murakami: „Die Ermordung des Commendatore, I: Eine Idee erscheint“


Medientipp April


Der japanische Autor Haruki Murakami, der seit Jahren als Anwärter auf den Literaturnobelpreis gilt, hat endlich einen neuen, mit Spannung erwarteten Roman veröffentlicht.  Dabei enthält das Buch alle Elemente, die die zahlreichen Fans des Kultautors so schätzen: Ein Mann in einer Lebenskrise, ein surreales Geheimnis und eine Mischung aus asiatischer und europäischer Kultur: Murakami erzählt von einem jungen Maler, der nach der Trennung von seiner Frau in eine Lebenskrise gerät. Nach einer langen ziellosen Fahrt durch Japan zieht der Ich-Erzähler in eine entlegene Gegend in das Haus eines bekannten Malers, der wegen Demenz in ein Heim musste. Dort malt er das Porträt eines reichen Nachbarn. Zugleich kommt es zu unerklärlichen Ereignissen: Aus einer abgedeckten Grube läuten Glöckchen, eine Figur aus einem Bild erscheint und verschwindet. Zudem bittet ihn der Reiche um immer merkwürdigere Gefallen…  Der Leser erfährt darüber hinaus eine Menge über klassische japanische Malerei, über Geschichte  und über Opern – insbesondere über Mozarts „Don Giovanni“, da eine Figur aus dieser Oper, der Commendatore, eine wichtige Rolle im Roman spielt.

Alles in allem hat mir diese interessante Mischung aus Künstler-Roman und Mystery ausgesprochen  gut gefallen und  ich warte mit Spannung  auf den zweiten Band  der „Ermordung des Commendatore“, der unter dem Titel „Eine Metapher wandelt sich“ noch im April erscheinen soll.
(Bettina Krimmel-Diem)

Angaben zum Buch:

Autor: Haruki Murakami
Titel: Die Ermordung des Commendatore, I: Eine Idee erscheint
Erscheinungsdatum: 2018
Genre: Roman
Standort in der Bücherei: Schöne Literatur Mur