Medientipp April 2019

Anthony Doerr: "Alles Licht das wir nicht sehen"




Medientipp April 2019
Der amerikanische Schriftsteller Anthony Doerr erzählt in seinem Roman die Geschichte zweier Jugendlicher während des Zweiten Weltkriegs, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Marie-Laure, ein in der Kindheit erblindetes, sechszehnjähriges französische Mädchen, flieht mit  seinem Vater vor den herannahenden Deutschen zu einem Verwandten nach Saint-Malo.

Zur gleichen Zeit wächst im mehrere hundert Kilometer entfernten Essen der zwei Jahre ältere Waisenjunge Werner Hausner auf und erhält schon bald aufgrund seiner technischen Begabung von den Nazis ein Stipendium für eine nationalsozialistische Eliteschule. Er wird zum Funker ausgebildet, in die Wehrmacht eingezogen und erhält die Aufgabe, mit seiner Spezialeinheit Feindsender aufzuspüren.

Im August 1944 treffen die beiden bisher parallel laufenden Handlungsstränge aufeinander: Werner wird mit seiner Einheit nach Saint-Malo, in eine der letzten noch von den Nazis gehaltenen Städte beordert, mit dem Auftrag, mithilfe seines Peilsenders Kämpfer der Résistance aufzufinden. Marie-Laures Großonkel, in dessen Haus sie lebt, verbreitet mit einem versteckten Sender verschlüsselte Botschaften der Résistance, so dass ein Aufeinandertreffen der beiden Jugendlichen nur eine Frage der Zeit ist, während die Alliierten immer näher rücken…

Sprachlich begeistert der Roman, der 2015 mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, mit eindringlichen Schilderungen, Wortgewalt und ungewöhnlichen Perspektiven und bietet trotz des ernsten Themas ein Lesevergnügen!
(Bettina Krimmel-Diem)

Angaben zum Buch:


Autor: Anthony Doerr
Erscheinungsdatum: 2015
Genre: Roman/Zeitgeschichte
Standort in der Bücherei: Schöne Literatur Doe