Dienstleistung

Abgeschlossenheitsbescheinigung zur Aufteilung eines Gebäudes beantragen

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist eine der Voraussetzungen, um ein Grundstück und das darauf stehende Gebäude in Wohnungseigentum aufteilen zu können.

Mit der Abgeschlossenheitsbescheinigung bescheinigt die Baurechtsbehörde, welche Räume einer Wohnung, abgetrennte Keller oder Garagen in sich geschlossene Einheiten des Wohnhauses bilden und damit sondereigentumgsfähig sind.

Sie benötigen eine Abgeschlossenheitsbescheinigung, wenn Sie vorhaben, eine Wohnung oder mehrere Wohnungen Ihres Mehrfamilienhauses einzeln zu verkaufen.

Abgeschlossen im Sinne des § 3 Abs. 2 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) sind Räume und Einheiten, die in sich geschlossen, das heißt räumlich (Wände, Decken etc.) abgetrennt von anderen Einheiten und abschließbar sind. Dies gilt auch für Kellerräume, die eine abschließbare Abtrennung benötigen, welche in den Plänen darzustellen ist.

Mangels räumlicher Trennung und Abschließbarkeit sind offene Kfz-Stellplätze und z. B. Sammelräume für Fahrräder nicht abgeschlossen im Sinne der Regelung, ebensowenig Carports. Einzelgaragen erfüllen jedoch die Kriterien.

Eine Ausnahme stellen (Tief-)Garagenstellplätze dar. Diese können als abgeschlossen erklärt werden, wenn ihre Fläche dauerhaft markiert wird z. B. durch Wände, fest verankerte Geländer, Begrenzungsschwellen, in den Fußboden eignelassene Markierungssteine, abrissfeste Komponentklebestreifen, Markierungsnägel o. ä. Eine bloße Farbmarkierung ist nicht ausreichend.

Freiflächen, auf denen Sondernutzungsrechte begründte werden sollen, sind nicht abgeschlossen und werden aus der Bescheinigung ausgenommen.
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Mitarbeiter
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Verfahrensablauf
Lassen Sie einen Aufteilungsplan von einem Architekten anfertigen.

Legen Sie den Plan zusammen mit einem Antrag bei der Bauverwaltung vor und beantragen Sie damit Abgeschlossenheitsbescheinigung.

Antragsberechtigt sind Eigentümer, Erbbauberechtigte oder sonstige Personen, die ein Berechtigtes Interesse an der Abgeschlossenheitsbescheinigung nachweisen können.
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Erforderliche Unterlagen
- ein Lageplan im Maßstab 1:500
- Bauzeichnungen (Grundrisse, Ansichten, Schnitte) in zweifacher Ausfertigung im Maßstab 1 : 100.

Die Bauzeichnungen müssen bei bestehenden Gebäuden eine Baubestandszeichnung sein. Bei Neubauten müssen Sie dem genehmigten Stand entsprechen. Die Wohnungen müssen fortlaufend mit arabischen Ziffern in einem Kreis nummeriert werden in jedem zur Wohnung gehörenden Raum. Außerdem müssen alle zu einer Wohnung gehörenden Einzelräume (z. B. Kellerräume, Abstellkammern, Bühnen etc.) in den Grundrissen mit der jeweils gleichen Nummer gekennzeichnet sein. Gleiches gilt für die zur Wohnung gehördenen Balkone.

Gemeinschaftsräume und -flächen müssen mit der arabischen Ziffer "0" in einem Kreis gekennzeichnet werden.

Bitte beachten Sie:
Eine Abgeschlossenheitsbescheinigung stellt keine baurechtliche Genehmigung dar. Soweit ein Gebäude bisher keine abgeschlossenen Wohnungen hatte, diese jetzt aber mittels Abgeschlossenheitsbescheinigung aufgeteilt werden sollen, so muss ggf. zusätzlich eine Baugenehmigung dafür erwirkt werden. Ob eine geplante WEG-Aufteilung baurechtlich verfahrensfrei oder genehmigungspflichtig ist, erfahren Sie bei der Baurechtsbehörde.

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Frist/Dauer
Bitte rechnen Sie mit einer Bearbeitungszeit von ca. 1 Monat.
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Kosten/Leistung
50 Euro je Wohneinheit, deren Abgeschlossenheit bescheinigt werden soll in maximal vier Planmappen. Ab der fünften Planmappe zusätzlich 5 Euro je Planmappe.
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Rechtsgrundlage