Dienstleistung

Abgeschlossenheitsbescheinigung zur Aufteilung eines Gebäudes beantragen

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist eine der Voraussetzungen, um ein Grundstück und das darauf stehende Gebäude in Wohnungseigentum aufteilen zu können.

Mit der Abgeschlossenheitsbescheinigung bescheinigt die zuständige Stelle, welche Räume einer Wohnung, abgetrennte Keller oder Garagen in sich geschlossene Einheiten des Wohnhauses bilden und damit sondereigentumgsfähig sind.

Sie benötigen eine Abgeschlossenheitsbescheinigung, wenn Sie vorhaben,

  • eine Wohnung oder mehrere Wohnungen Ihres Mehrfamilienhauses einzeln zu verkaufen oder
  • eine Wohnung Ihres Mehrfamilienhauses auf Ihr Kind zu übertragen.

Bitte beachten Sie: Eine Abgeschlossenheitsbescheinigung stellt keine baurechtliche Genehmigung dar.

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Mitarbeiter
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Verfahrensablauf

Lassen Sie einen Aufteilungsplan von einem Architekten anfertigen.
Legen Sie den Plan zusammen mit einem Antrag beim Sachgebiet 3-3, Baurecht vor.

Antragsberechtigt sind:

  • die Eigentümerinnen und Eigentümer, einzeln oder gemeinsam
  • die Erbbauberechtigten, einzeln oder gemeinsam oder
  • sonstige Personen, die ein berechtigtes Interesse an der Abgeschlossenheitsbescheinigung nachweisen können.

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Erforderliche Unterlagen
  • Lageplan im Maßstab 1:500
  • Bauzeichnungen (Grundrisse, Ansichten, Schnitte) in dreifacher Ausfertigung im Maßstab 1:100

Bei Anträgen für bestehende Gebäude müssen die Bauzeichnungen (Aufteilungspläne) dem vorhandenen Bestand entsprechen.

Bei Anträgen für Neubauten müssen die Aufteilungspläne mit den genehmigten Bauplänen übereinstimmen. Die Abgeschlossenheitsbescheinigung kann daher frühestens zeitgleich mit der Baugenehmigung erteilt werden.


Beschaffenheit der Aufteilungspläne

Darstellung des Gebäudes

Die Aufteilungspläne müssen alle Teile des Gebäudes darstellen. Dazu gehören Grundrissen, Schnitte und Ansichten des Gebäudes, die sich auf das gesamte Gebäude beziehen. Es muss ersichtlich sein, wie Gemeinschafts- und Sondereigentum zueinander liegen und voneinander abgegrenzt sind.

Nummerierung

Jede in sich abgeschlossene Eigentumseinheit (Sondereigentum) wird mit einer arabischen Ziffer in einem Kreis gekennzeichnet. Jeder Raum, einschließlich der Balkone, muss mit der Kennziffer der zugehörigen Eigentumseinheit gekennzeichnet sein. Auch die Nutzung der Räume ist anzugeben.
Räume wie Keller-, Speicher- oder Hobbyräume, die zu einem Wohnungs- oder Teileigentum gehören, jedoch außerhalb desselben liegen, erhalten die gleiche Ziffer. Diese Räume müssen den Eigentumsanteilen zugeordnet werden oder ansonsten Gemeinschaftseigentum sein.

Räume ohne Kreis und Ziffer sind Gemeinschaftseigentum. Im Gemeinschaftseigentum müssen in der Regel z.B. Treppenräume, Heizung, Fahrrad- und Kinderwagenräume oder Waschküchen verbleiben. Buchstaben dürfen Sie nicht verwenden.

Baulich nicht abgeschlossene Bereiche wie Gartenanteile und erdgeschossige Terrassen dürfen nicht mit einer Ziffer gekennzeichnet werden.

Vorliegen der Abgeschlossenheit

Die Abgeschlossenheit von Sondereigentum liegt nur vor, wenn es „abgeschlossen und verschließbar“ ist. Bei Keller- und Speicherabteilen tragen Sie bitte die Art des Abschlusses in die Pläne ein, z.B. „abschließbare Lattenverschläge“.

Innerhalb einer jeden Wohnung muss sich eine Küche oder eine Kochgelegenheit, ein Bad mit Badewanne oder Dusche sowie eine eigene Toilette befinden. Bei der Küche oder der Kochgelegenheit reicht es aus, wenn die entsprechenden Anschlüsse vorhanden sind.


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Kosten/Leistung
Pro Sondereigentumseinheit deren Abgeschlossenheit bescheinigt werden soll, fällt eine Gebühr in Höhe von 100 € an. 

Wenn mehr als drei Plansätze bescheinigt werden sollen, fällt pro weiterer Plansatz eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 25 € an.


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Rechtsgrundlage
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Zugehörigkeit zu