Premiumwandern in Mössingen

Viele entdecken derzeit die Natur und heimische Landschaft (neu) für sich.

Größter Beliebtheit erfreuen sich dabei die zertifizierten Premiumwege. Denn sie bieten nicht nur tolle Natur und eine hohe Erlebnisqualität, sondern sind aufgrund ihrer perfekten Markierung auch für Wanderanfänger bestens geeignet: Hier kann man sich auch ohne Karte und "GPS" problemlos orientieren.
 
In Mössingen gibt es gleich vier solcher ausgezeichneter Premiumwege – zwei für Wanderer und zwei für Spaziergänger, die es lieber etwas gemütlicher angehen lassen möchten.

Mit dem Begriff Früchtetrauf verbindet Mössingen bereits seit 2012 seine großartige Streuobstlandschaft und die angrenzende Schwäbische Alb symbiotisch. 2017 wurde die Wandermarke Früchtetrauf auf die gesamte Region zwischen der Schwäbischen Alb bei Mössingen, dem Neckartal von Tübingen bis Rottenburg und dem Schönbuchrand im Ammertal, mithin den Landkreis Tübingen, ausgedehnt. Inzwischen lässt sich die Landschaft am Früchtetrauf auf insgesamt zehn Premiumwegen erleben.
 
Der Mössinger Premiumwanderweg Dreifürstensteig wurde im Juli 2012 als erster Premiumwanderweg im Landkreis Tübingen zertifiziert und durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann eröffnet. 2014 ist der Dreifürstensteig in einer vom Wandermagazin durchgeführten Abstimmung zu "Deutschlands zweitschönstem Wanderweg" gewählt worden.
 
Durch idyllische Streuobstwiesen führt die gut 13 km lange Route hinauf zum sagenumwobenen Alb-Aussichtspunkt „Dreifürstenstein“, mit seinen grandiosen Weitblicken, beispielsweise zum Hohenzollern. Weiter geht es auf dem Albsteig (dem zertifizierten HW1) zu einem der bedeutendsten Geotope Deutschlands – dem Mössinger Bergrutsch. Danach hinab, um unterhalb der ehemaligen Burg Andeck den Farrenberg zu umrunden. Durch typische Buchenmischwälder wandert man weiter zum Panoramaweg „Streuobst“ und begleitet von herrlichen Aussichten zurück zur Freizeitanlage Olgahöhe.
 
Der 9,6 km lange Premiumwanderweg Firstwaldrunde, ein Kooperationsprojekt von Mössingen und Nehren, bietet seit April 2017 vielfältige Landschaftseindrücke. Artenreiche Streuobstwiesen und naturnahe Wälder wechseln sich auf dieser schönen Runde um die längst verschwundene Burg „First“ wohltuend ab. An einem Streckenabschnitt werden alle bisher zum „Baum des Jahres“ gekürten Bäume vorgestellt. Von der Dicken Eiche, einst mächtigster Baum Württembergs kündet mitten im Firstwald noch eine Tafel.
 
Geboten werden im Tourverlauf aber auch prächtige Aussichten, z.B. vom Firstberg auf den Albtrauf sowie das idyllische „Jägerwegle“ mit seinen filigranen Holzstegen über tief eingeschnittene Bäche. Ausgedehnte Obstgärten mit sonst fast verschwundenen alten Sorten verzaubern mit Blütenpracht im Frühling und Sommer, duftenden Früchten und herrlichen Farben im Herbst.
 
Fast alle Deutschen gehen gerne spazieren. Die noch recht neuen „Premium-Spazierwanderwege“ greifen das auf. Ihre Qualitätsanforderungen ähneln denen von Premium-Wanderwegen. Allerdings sind sie kürzer und die Erlebnismomente folgen dichter aufeinander, Anstiege sind weniger steil und auf Rast-Angebote wird noch mehr Wert gelegt. Eine sehr gute Wegweisung ist auch hier obligatorisch.
 
Am Mössinger Früchtetrauf gibt es seit Mai 2018 zwei solcher Spazierwege:
Das Mössinger Streuobstwegle (3,6 km – circa eine Stunde) und das Mössinger Leisawegle (4,8 km – circa 1,5 Stunden). Wer möchte kann sie an den „Schnittstellen“ auch zu einer kleinen Premiumwanderung verbinden.
 
Das Mössinger Streuobstwegle bezieht den Panoramaweg des Netzwerks Streuobst mit ein und erweitert ihn zu einer ansprechenden Runde. Es verläuft zwischen Lindensträßle und Schützenhaus. Zahlreiche Infotafeln zum Thema Streuobst, immer wieder herrliche Aussichten auf Mössingen, vielfältige Streuobstbäume, artenreiche Magerrasen, aber auch Waldabschnitte ermöglichen eine abwechslungsreiche Tour.
 
Das Mössinger Leisawegle hat seinen Namen von einer alten Flurbezeichnung und der schwäbischen Bezeichnung für Linsen. In Mössingen wurden Linsen über Jahrhunderte
zusammen mit Getreide angebaut und waren ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Der Linsenbach und die Linsenhalde (über die der Weg führt) zeugen noch heute davon. Das Leisawegle bietet eine direkte Fuß-Verbindung zwischen dem Naturdenkmal Linden und dem NABU-Vogelschutzzentrum im kleinen Weiler Ziegelhütte. Die Strecke führt durch Wald, Wiesen und einen Hohlweg. Auch eine Viehweide wird gequert, auf der von Mai - September Limou-sinrinder des Talheimer Biolandhofs Möck frei weiden. Die Kühe, Kälber und wenige Bullen sind sehr aber friedlich. Auf kurzer Strecke bietet das Leiseawegle so tolle Panoramen, interessante Infotafeln und immer wieder Möglichkeiten zum entspannten Ausruhen.
 
Alle Premiumwege am „Früchtetrauf" garantieren ambitionierten Wanderern ebenso wie Familien oder Spaziergängern erlebnisreiche Touren durch schöne Natur, mit viel Abwechslung. Klasse ist aber auch die durchgehend dichte Beschilderung mit Wegweisern und Markierungen - nicht nur der Wege selbst, sondern auch von Zuwegen.
 
Alle Früchtetrauf-Wege sind einheitlich mit grünen Wegweisern, jeweils in beide Richtungen ausgeschildert. Die Wegweiser sind an allen Wegkreuzungen zu finden und enthalten drei Zielnamen mit Angabe der Entfernung, wobei es sich beim dritten Ziel immer um den Ausgangspunkt der Rundwanderung handelt. Im weißen Namensfeld ist der Name des jeweiligen Weges zu finden. In der Spitze ist das Markierungszeichen abgebildet.
Zwischen den Wegkreuzungen weisen die Markierungszeichen, kleine quadratische Tafeln, den richtigen Weg. Auf ihnen ist ein roter Apfel als Wegzeichen abgebildet.
Die Zuwegungen, also kurze Wege die z.B. von nicht direkt an der Route gelegenen Parkplätzen oder vom Bahnhof zu den Premiumwegen führen, sind hingegen mit einem grünen Apfel gekennzeichnet.
Am Startpunkt eines jeden Weges ist eine sogenannte Portaltafel angebracht, die eine detaillierte Kartendarstellung und weitere Informationen zum jeweiligen Wanderweg enthält.
 
Darüber hinaus sind für alle Wege Kurzbeschreibungen als Flyer erhältlich. Diese gibt es auch in Prospektboxen an den großen Portalparkplätzen.
Auch mit dem ÖPNV (Zollernbahn, Bus) sind die Premiumwege (zum Teil über die Zuwegungen) leicht zu erreichen.
 
Die Tourist-Info Mössingen gibt Ihnen außerdem gerne zusätzliche Tourentipps – auch für Routen außerhalb der Premiumwege und in der Region. Einige Vorschläge finden Sie auch in der Rubrik WeiterWandern veröffentlicht.
 
Kennen Sie beispielsweise den Albsteig (HW1/Schwäbische Alb Nordrandweg) der durch Mössingens Teilort Talheim führt? Als Qualitätswanderweg und einer der "Top Trails of Germany" verbindet er den Nordrand der Schwäbischen Alb zwischen Tuttlingen und Donauwörth (350 km).
Die Erlebnisroute verläuft auf abwechslungsreichen und zum Großteil naturbelassenen Pfaden über weite Strecken direkt an der Traufkante und mit faszinierenden Weitblicken. In Verbindung mit dem weitläufigen Wegenetz des Schwäbischen Albvereins lassen sich die hiesigen Streckenabschnitte zu tollen Rundwegen kombinieren.

Und nach dem Wandern? Versäumen Sie nicht unsere kulturellen Angebote, das einmalige Streuobst-Erlebniszentrum im Pausa-Quartier, die besonderen Museen und natürlich die gastronomischen Möglichkeiten! Die städtische Tourist-Info hilft Ihnen auch hier bei Fragen gerne weiter.

Zu den Premiumwegen in und um Mössingen