Mössinger Rosenpark

Viel Arbeit und noch mehr Liebe steckt im Rosenpark am Nehrener Gässle, den Sybille und Dr. Hartmut Gaebele über Jahrzehnte angelegt und entwickelt haben. Er verdeckt einen riesigen Müllberg, mit dem die Stadt noch immer das nahe Freibad und die Firstwald-Schulen beheizt.

Auf dem weitläufgen, rund 6,7 Hektar großen Gelände im Zwickel zwischen Mössinger Nordring und Nehrener Gässle wachsen Rosen aller Art. Dicht drängen sich die Büsche und Bäume im „Zauberwald“ aneinander. Insekten, Vögel oder auch Eidechsen fühlen sich her ebenfalls wohl.  Wer hätte das vor noch gar nicht so langer Zeit gedacht.

Das Gelände wurde noch bis 1994 als Kreismülldeponie benutzt. Wie damals üblich wurde ungetrennter Müll fast jeder Art eingebracht, u. a. ausgediente Autos oder Farbschlämme der ehemaligen Firma Pausa, die Stoffdrucke herstellte. Zur Rekultivierung wurde die Deponie danach mit einer 2 Meter dicken Schicht von Bauaushub bedeckt.

Die Rosenfreunde Sybille und Dr. Hartmut Gaebele haben die Fläche der früheren Deponie gleich anschließend in Pacht übernommen. Mit ebenso großem wie stetigem Engagement haben sie dort einen prachtvollen Rosengarten mit Arboretum angelegt.

Inzwischen blühen am Nehrener Gässle rund 400 verschiedene Rosensorten, dominant Kletter- und Wildrosen. Der Blühhöhepunkt für die Kletterrosen liegt meist Mitte Juni; die Wildrosen blühen etwas früher. Im Herbst bezaubern zahllose Hagebutten. Kein Wunder, dass auf dem Gelände auch sehr viele Vögel, Schmetterlinge und andere Tiere heimisch geworden sind.

Dekorativ drapierte Kunstwerke

Die durch das üppig wachsende Wiesengras gemähten Rundwege auf dem 18 Ar großen Areal sind ausgeschildert. Im Sommer liegt der Duft blühender Strauchrosen über dem Gelände. Schwertlilien und Wieseniris setzen bunte Akzente zwischen den dekorativ drapierten Kunstwerken.

Der Höhepunkt der Blüte ist im Frühsommer. Aber auch danach blüht und fruchtet immer etwas »Am besten ist, immer mal wieder zu kommen. Man sieht nicht alles auf einmal«, so Hartmut Gaebele.

Zumal vor Ort auch mehrere größere Objekte wie ein Klavier, eine Küche oder ein Autowrack daran erinnern, welche wunderbare Wandlung die Deponie zum Rosengarten genommen hat.

Öffentlich zugänglich ist der Park allerdings nicht, Gäste dürfen nur in Begleitung von Gaebeles rein. Der Grund ist das an den Sammelstellen noch immer kräftig strömende Deponiegas. Es wird in einem Blockheizkraftwerk beim Freibad umweltfreundlich in Wärme und Strom unmgewandelt.