Integrationskonzept

Von September 2018 bis November 2019 beschäftigten wir uns in mehreren Schritten und Arbeitsgruppen mit dem Thema „Integration“. Ziel war, die Integrationsarbeit in Mössingen zu stärken, zu vernetzen und zu verstetigen. In einem Steuerungskreis und mehreren Experten-Workshops wurden ein Leitbild, Ziele und Maßnahmen erarbeitet. Ein Moderations-Tandem der Führungsakademie Baden-Württemberg hat den Beteiligungsprozess begeleitet, gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Am 2. Dezember 2019 wurde das Konzept unter der Überschrift "Zuhause in Mössingen" vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Den Text finden Sie vorab hier. Die Publikation folgt, nach Redaktion und Layout, im Januar.
24.11.2018 Zusammenleben in Mössingen - Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung eines Integrationskonzepts

Schon ein Blick auf die rund 60 Teilnehmenden an diesem Samstagnachmittag im Mössinger Bürgersaal stimmte optimistisch. Es war etwas gelungen, womit sich viele Kommunen in Bürgerbeteiligungsprozessen schwer tun: Eine bunte Mischung an Beteiligten einzubinden. Gemeinderäte, KiTa-Leiterinnen, Sozialarbeiter und Vertreter der Verwaltung trafen auf Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, aus allen Ortsteilen und unterschiedlicher Herkunft.

Gruppenfoto

Zunächst begrüßte Oberbürgermeister Michael Bulander und machte deutlich: „Bei über 5000 Menschen mit internationalen Wurzeln ist Vielfalt in Mössingen im Grunde eine Normalität.“ Gleichzeitig wolle man Probleme nicht verschweigen, sondern offen und konstruktiv diskutieren – was die Teilnehmenden dann auch bis in den frühen Abend hinein taten.

An diesem Samstag nahm der Prozess seinen offiziellen Anfang: Die Stadt möchte in einem – möglichst konkreten und greifbaren – Integrationskonzept Leitlinien, Ziele und Maßnahmen festlegen und dabei einen ganzheitlichen Blick auf das Thema Integration einnehmen.
Als Handlungsfelder für die folgende Arbeit an den Thementischen standen zur Auswahl:
 
 - Bildung und Betreuung
 - Arbeit und Beschäftigung
 - Wohnen und Wohnumfeld
 - Lebenswelten: Begegnung – Freizeit – Engagement
 - Strukturen und Netzwerke

Teilnehmer

Die Referentin Vera Sompon, Sozialpädagogin und Dozentin an der Hochschule Esslingen, forderte die Anwesenden mit ihrer kurzen, engagierten Rede dann durchaus heraus: Fehlt nicht der wichtigste Punkt in diesen Handlungsfeldern? „Integration kann es ohne das Thema Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung eigentlich nicht geben“, sagte die gebürtige Kamerunerin, die seit 14 Jahren in Baden-Württemberg lebt. Ein Plädoyer, das manchem zu denken gab und die folgenden Diskussionen in den Kleingruppen mit beeinflusste.

Rede von Vera Sompon

Dort wurden Herausforderungen, Ideen und Visionen zu den jeweiligen Themenfeldern gesammelt. Die Teilnehmenden diskutierten über Paten- oder Tandemprogramme für Neuzugewanderte, die Rolle der KiTas für Integration oder die Frage, wer wie zusammenarbeiten müsste, damit mehr Geflüchtete einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz finden.
Die Ergebnisse fließen nun in die Arbeit des Steuerungskreises ein, der Mitte Februar zum ersten Mal tagt.

Die ersten Visionen und Ergebnisse können Sie hier nachlesen:
Dokumentation der Auftaktveranstaltung
Ein Kreis aus etwa 30 Personen begleitet und steuert den Prozess. Darin arbeiten mit:

-  Oberbürgermeister Bulander und Mitarbeitende verschiedener Bereiche der Stadtverwaltung
- Vertreter*Innen der Gemeinderatsfraktionen
- Vertreter*Innen von (Migranten-)Vereinen, Religionsgemeinschaften, Sozialarbeit und aus den Bildungseinrichtungen
- 7 Bürger*innen mit und ohne Migrationserfahrung

Flipchart-DiskussionDas erste von drei geplanten Treffen fand am 14.02.2019 im Bürgersaal statt. Neben einer Flipchart-Diskussion zu Leitbild und Integrationsverständnis sowie einer Vorstellung der zeitlichen Abläufe, einigte sich das Gremium auf vier Handlungsfelder, die in „Expertenworkshops“ bearbeitet werden sollen. Zu jedem dieser Bereiche sollen einige Ziele und möglichst konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, die den Kern des Integrationskonzepts bilden. Die Handlungsfelder sind:

- Bildung und Betreuung
- Wohnen
- Arbeit und Beschäftigung
- Orte der Begegnung

Abstimmung


Wie es weiterging:


Ein kleines Redaktionsteam um den Integrationsbeauftragten hat einen Entwurf für ein Leitbild erarbeitet und dem Steuerungskreis zur Diskussion vorgelegt.
In den weiteren Sitzungen des Kreises am 28.5. und 23.9. wurden die Ergebnisse und Vorschläge aus den Arbeitsgruppen vorgestellt, diskutiert und verabschiedet.
Die letzte Sitzung des Steuerungskreises findet am 12. November statt. Die Sitzungen werden von einer internen Planungsgruppe vorbereit, sie besteht aus Boris Kühn und Dilek Aydin (Stabsstelle Integration), Barbara Schott (Koordinatorin für das Bürgerschaftliche Engagement) und Tanja Vo-Van (Jugendreferentin) sowie dem Moderationstandem der Führungsakademie.
In vier Workshops erarbeiten Mitglieder des Steuerungskreises gemeinsam mit Expert*innen aus dem jeweiligen Bereich Ziele und Maßnahmen für das Konzept.

11.04.2019: Bildung und Betreuung (Folgetermin: 05.07.2019)

07.05.2019: Wohnen und Wohnumfeld

27.06.2019: Arbeit und Beschäftigung

10.07.2019: Orte der Begegnung (Folgetermin: 11.09.2019)