Gewalt

Gewaltbereitschaft und aggressives Verhalten tritt während der Jugendphase vermehrt auf, ist aber in den allermeisten Fällen nur ein vorübergehendes Entwicklungsphänomen. Bei genauer Betrachtung sind es nur sehr wenige Jugendliche, die mehrere Straftaten begehen und sich wegen schwerwiegenderen Straftaten verantworten müssen Oftmals sind diese Jugendlichen, die durch abweichendes Verhalten auffällig werden, von komplexen Problemlagen betroffen. Dazu gehören beispielsweise soziale Benachteiligung, (sexualisierte) Gewalterfahrungen in der Familie, Schulprobleme, Substanzmissbrauch und die „falschen“ Freunde. Präventive Maßnahmen müssen deshalb auf mehreren Ebenen ansetzen und ganzheitlich gestaltet werden, um den Jugendlichen Hilfestellungen bei der Lösung ihrer Probleme und Orientierung bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben geben zu können.

Ziele

  • Kinder und Jugendliche werden in ihrem Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung gestärkt und kennen ihre Rechte
  • Jugendliche nehmen die Polizei, den Sicherheitsdienst sowie den GVD als unterstützende Ansprechpersonen wahr
  • Es besteht eine tragfähige Kooperation zwischen Vereinen, Jugendarbeit und Polizei
  • Die Einrichtungen des städtischen Jugendreferats haben ein Schutzkonzept

Maßnahmen

Bestehende Angebote

Verschiedene Angebote der Polizei:
  • Schülerprogramm „Herausforderung Gewalt“
  • Informationsveranstaltung für Eltern
  • Informationsveranstaltung für Lehrkräfte und Multiplikator*innen
Kontakt: Polizeipräsidium Reutlingen
Telefon: 07121 942-1202
E-Mail: Reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de

Ein Selbstbehauptungstraining für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen
Die Kinder erlernen Handlungsstrategien, die sie vor einem möglichen Missbrauch schützen. Das Training vermittelt diese Handlungsstrategien angstfrei und auf spielerische Art, ohne dabei den kindlichen Forschungsdrang zu hemmen.
Das Training findet in Gruppen von bis zu 14 Kindern statt und ist als kompakte Projektphase in den Alltag der Kindertageseinrichtungen oder der Schule integriert. Zur Durchführung kommt eine qualifizierte pädagogische Fachkraft der Sophienpflege in die Einrichtung.
Begleitet wird das Training auch von einer Erzieher*in oder Lehrkraft als vertrauter Bezugsperson. Die Eltern sind über einen Elternabend, mit Infobriefen und über die Hausaufgaben ihrer Kinder zu jeder Einheit in das Training eingebunden.

Kontakt: Sophienpflege Evangelische Einrichtungen für Jugendhilfe Tübingen e.v.
Hägnach 3
72074 Tübingen
Bereichsleitung Tübingen Land
Martin Weis
martin.weis@sophienpflege.de
Telefon: 07071/883-160

Weitere Informationen

Verschiedene Angebote zum Thema (sexualisierte) Gewalt:
Für Mädchen*:
  • Selbstverteidigung und Selbstbehauptung
  • Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Mädchen* mit Behinderung
  • Yoga für Mädchen* und junge Frauen*
  • Herzklopfen- Beziehungen ohne Gewalt
Eltern/Angehörige und Institutionen:
  • Vorträge in Kita oder Schule zum Thema sexualisierte Gewalt
  • Aufbau eines Schutzkonzeptes
Fachkräfte:
Beratung, Information, supervisorische Unterstützung und Fortbildungen zu den Themen: Sexuelle Gewalt und Übergriffe, Gewaltprävention, Gewalt in Liebensbeziehungen und Selbstverteidigung/Selbstbehauptung
Schulkassen und Gruppen:
Workshops zur Prävention sexualisierte Gewalt sowie häuslicher Gewalt (Peer-Ansatz) und Gewalt in Beziehungen
Projekte:
  •  „Love Needs Respect“: Prävention von Gewalt in Teenager-Beziehungen für junge Menschen mit Fluchterfahrung
  • Takaa-Niroo: Bestärkungsprogramme für geflüchtete Frauen und Mädchen
  • Die "STARKE KINDER KISTE! Das ECHTE SCHÄTZE! Präventionsprogramm“ enthält wertvolle kindgerechte Materialien, sowie Methoden zur Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch im Kita- bzw. Kindergartenbereich.
Kontakt: Fachstelle Mädchen*stärkende Gewaltprävention
tima e.V.
Weberstraße 8
72070 Tübingen
Telefon: (07071) 763006
E-Mail: gewaltpraevention@tima-ev.de
https://www.tima-ev.de/maedchenstaerkende-gewaltpraevention