Jugendgerechtes Mössingen

Gemäß §1 (3) sowie §14 SGB VIII sehen wir es als unsere Aufgabe, Jugendliche bei ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu unterstützen und positive Lebensbedingungen zu schaffen. In der Lebensphase Jugend geht es darum, die eigene Identität zu entwickeln, zukunftsweisende Erfahrungen zu sammeln und den Platz in der Gesellschaft zu finden. Dazu gehört es auch, verschiedene Lebensentwürfe auszuprobieren, Krisen zu meistern und Umwege zu nehmen. Damit junge Menschen diesen Herausforderungen gewachsen sind, gilt es ihre Kompetenzen und Handlungsstrategien zu stärken. Denn eine erfolgreiche Bewältigung dieser Anforderungen trägt zum Erhalt der (psychischen) Gesundheit bei und legt den Grundstein für eine weitere positive Entwicklung.

In einem beteiligungsorientierten Prozess wurden während der Pandemie in Mössingen die Bedarfe und Interessen von Jugendlichen mittels einer großen Umfrage sichtbar gemacht. Darauf aufbauend wurden Maßnahmen und Projekte entwickelt, welche die Kompetenzen von jungen Menschen stärken und eine positive Umwelt schaffen und in einem Präventionskonzept münden. Dabei sind nicht nur die Jugendlichen selbst beteiligt, sondern auch Eltern, Schule, Vereine und weitere wichtige Akteur*innen im Gemeinwesen. Denn nur gemeinsam kann ein gutes Aufwachsen und Zusammenleben in Mössingen ermöglicht werden.

Die Ergebnisse der Umfrage wurden mit den Ergebnissen aus Diskussionen mit Jugendlichen zusammengebracht und für den Planungsbeirat "Jugend in Mössingen" im November 2021 aufbereitet. Auf dieser Grundlage wurden im Planungsbeirat sowie in den sozialräumlich organisierten "Runde Tische" Ziele und Maßnahmen beschlossen, die ins Präventionskonzept münden. 
Beim Planungsbeirat im September 2022 wurde der Entwurf des Präventionskonzepts vorgestellt und verabschiedet. Die konkreten Maßnahmen sind weiter unten online zu finden und werden regelmäßig aktualisiert.

Weitere Informationen

Der Auftrag, ein kommunales Präventionskonzept für Jugendliche in Mössingen zu erarbeiten, wurde vom Planungsbeirat „Jugend in Mössingen“ im September 2020 erteilt. Die Erarbeitung eines solchen Konzepts ist ein komplexes Vorhaben und gerade am Anfang steht man als Kommune vor der Herausforderung, angesichts dieser Komplexität einen Einstieg zu finden. Man stößt dabei nicht nur auf die Herausforderung, sich einen strukturierten Überblick über die Angebotslandschaft zu verschaffen, sondern es spielen auch viele verschiedene Faktoren eine Rolle: Welche Angebote erreichen welche Altersgruppe? Welche sind warum wünschenswert? Wie werden Bedarfe von den Jugendlichen erhoben? Damit solche Entscheidungen nicht „aus dem Bauch heraus“ getroffen werden, braucht es ein Instrumentarium, das klare Antworten auf diese Fragen liefert. Dies ist das Anliegen des Landesprogramms PJuK (Planungsprojekt Jungsein in der Kommune), welches durch Mittel des Ministeriums für Soziales und Integration gefördert wird. Vorgesehen waren diese Mittel im Förderzeitraum vom 01.03.2021 – 31.07.2022 für einen möglichst breiten Planungsprozess mit dem Ziel, Bedarfe von jungen Menschen zu erfassen und in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteur*innen konkrete Ziele und Maßnahmen für die jeweilige Kommune auszuarbeiten. 
Den Abschlussbericht zu Projekt finden Sie hier.


In der Befragung ging es darum, Kinder und Jugendliche zu ihren Lebensbedingungen in Mössingen zu befragen. Alle Kinder und Jugendliche ab der 5.Klasse konnten mitmachen. Die Umfrage wurde nach den Pfingstferien online gestellt und soll als wiederkehrendes Instrument zur Erhebung von Bedarfen von Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden. Folgende Themenblöcke waren Inhalt der Umfrage:
  • Leben in Mössingen (Zufriedenheit von Angeboten für Kinder und Jugendliche in Mössingen)
  • Partizipationsmöglichkeiten (Beteiligung von Kindern und Jugendlichen)
  • Schulleben
  • Erleben der Pandemie-Bedingungen.
Die Umfrage wurde mit den Schulleitungen aller betreffenden Schulen vorab besprochen. Auch die Elternvertretungen der Schulen wurden schriftlich informiert.
Die Befragung wurde mit einem Fragebogen in digitaler Form durchgeführt. Die Befragung fand in der Schulzeit bzw. im Homeschooling statt. 
Die Teilnahme an der Umfrage war natürlich freiwillig und erfolgte selbstverständlich komplett anonym. Personenbezogene Daten (wie z.B. Name oder Geburtsdatum) werden nicht erfragt.

Neugierig, was bei der Umfrage (Sommer 2021) rauskam? Hier gibt es die zusammengefassten Ergebnisse:
Umfrageergebnisse "Jung sein in Mössingen"

Die Ergebnisse wurden auch beim Jugendforum am 27.07.2021 im Jugendhaus "M" diskutiert.

Das Projekt wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Der erste Entwurf vom Präventionskonzept ist hier zu finden: Entwurf Präventionskonzept "Jung sein in Mössingen"

Die konkreten Maßnahmen sind weiter unten online zu finden und werden regelmäßig aktualisiert.

Sie interessieren sich für unsere Elternabend-Reihe? Dann finden sie hier weitere Infos: Elternabendreihe
Das städtische Jugendreferat hat gemeinsam mit der Stabstelle für Integration, der Koordination für bürgerschaftliches Engagement sowie der Koordination Altersgerechte Stadt eine Mössinger Ausgabe des „wer hilft weiter?“ Flyers entworfen. „Wer hilft weiter“ ist eine landkreisweite Plattform, auf der alle Unterstützungs- und Beratungsangebote im Landkreis Tübingen zu finden ist: www.werhilftweiter.de
Der Flyer gibt Auskunft über wichtige Beratungsstellen für verschiedene Zielgruppe in Mössingen. Durch den Flyer sollen vorhandene Angebote bekannter werden, so dass alle Mössinger Bürger*innen wissen, an wen sie sich wenden können.
Hier finden Sie den Flyer zum Download: Wer hilft weiter- Flyer

Präventionsmaßnahmen im Jugendbereich

(Sozial-) Pädagogische Bedarfe:

Das „Projekt Jungsein in der Kommune“ (PJuK) wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg