Geflüchtete Menschen in Mössingen

In Mössingen wohnen derzeit (Stand Juni 2018) etwa 350 Geflüchtete. Ein Teil von ihnen hat bereits privaten Wohnraum gefunden. Etwa 70 von ihnen leben in der so genannten vorläufigen Unterbringung in der Gemeinschaftsunterkunft Richhard-Burkardt-Straße. Für ihre Unterbringung, Versorgung und Sozialberatung ist der Landkreis Tübingen zuständig.

Weitere etwa 150 Personen leben, zum Teil schon seit mehreren Jahren, in der so genannten Anschlussunterbringung. Hierbei handelt es sich um Asylsuchende, deren Verfahren seit über zwei Jahren andauert und noch nicht entschieden ist, sowie um anerkannte Flüchtlinge. Diese dürfen und sollen sich eine eigene Wohnung anmieten. Gelingt das nicht, was wegen des angespannten Wohnungsmarktes häufig der Fall ist, werden sie Städten und Gemeinden zugewiesen, welche Unterkünfte bereitstellen. Der Landkreis und die Stadt Mössingen bemühen sich, Flüchtlingen eine Anschlussunterbringung im Wohnort ihrer vorläufigen Unterbringung zu ermöglichen, sofern diese das wünschen. Dies gilt insbesondere für Familien mit Kindern.

Für die Einzelfall-Begleitung von Geflüchteten nach Auszug aus der Vorläufigen Unterbringung sind Sozialarbeiter_innen zuständig, die vom Land Baden-Württemberg seit April 2018 im Rahmen des "Integrationsmanagements" gefördert werden. Diese sind beim Landratsamt Tübingen angestellt, arbeiten jedoch vor Ort in Mössingen eng mit dem Flüchtlingsbeauftragten und mit Ehrenamtlichen zusammen.

Viele Bürgerinnen und Bürger Mössingens begegnen der Herausforderung, die Schutzsuchenden bei ihrem Ankommen und ihrer Integration zu unterstützen weiterhin mit großer Hilfsbereitschaft und andauerndem Engagement. Wenn auch Sie sich einbringen möchten, finden Sie hierzu im Folgenden einige Informationen.

Engagement für Geflüchtete

Einige bereits bestehende Projekte und Initiativen benötigen weitere Engagierte zur Unterstützung, z.B. bei der Kinderbetreuung während der Sprachkurse oder für Nachhilfe-Tätigkeiten. FamilienbegleiterInnen, die Geflüchtete im Alltag unterstützen, sind besonders gesucht. Hierzu erhalten Sie beim Flüchtlingsbeauftragten oder beim Freundeskreis Asyl weitere Infos.

Haben Sie selbst eine Idee, ein Projekt?

Melden Sie sich beim Flüchtlingsbeauftragten, der gerne Kontakte vermittelt und Sie nach Möglichkeit unterstützt
Für viele Flüchtlinge endet in diesen Monaten die Phase der vorläufigen Unterbringung durch den Landkreis. Daher sucht die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Asyl Wohnungen verschiedener Größe. Möglich ist sowohl eine direkte Vermietung an anerkannte Flüchtlinge als auch ein Mietvertrag mit der Stadt zur Anschlussunterbringung. Näheres können Sie gerne mit dem Flüchtlingsbeauftragten besprechen - wir freuen uns über jeden Vorschlag.
Zur Absprache wenden Sie sich bitte an den Freundeskreis Asyl: mueze.moessingen@gmail.com. Bitte bringen Sie keine Gegenstände ohne Absprache in die Flüchtlingsunterkünfte. Manchmal besteht kein Bedarf und es gibt keine Möglichkeit, die Sachen zu lagern.Für Kleidungsspenden ist die Kleiderkammer der Diakonie dankbar.
 
Besonders gesucht sind immer wieder Fahrräder und Ersatzteile. Mössinger Rentner betreiben gemeinsam mit einigen Asylbewerbern ehrenamtlich eine Radwerkstatt, in der sie Fahrräder für Flüchtlinge herrichten und reparieren. Weitere Infos erhalten Sie beim Freundeskreis Asyl.
Informationen zu Angeboten und Veranstaltungen ehrenamtlich Engagierter finden Sie beim Freundeskreis Asyl: asylkreis.moessingen.org

Der Verein move on bietet, ebenfalls auf ehrenamtlicher Basis, eine regelmäßige Sprechstunde und weitergehende Unterstützung für Geflüchtete in Mössingen an: menschen-rechte-tue.org/projekte.html

Auf den Seiten des Landratsamtes Tübingen gibt es umfangreiche Informationen rund um die Themen Unterbringung, Flüchtlingsbetreuung, Aufenthaltsrecht, Ehrenamt und vieles mehr: Kreis Tübingen - Gemeinsam aktiv für Flüchtlinge
 
Bei rechtlichen Fragen können sich Flüchtlinge und auch Ehrenamtliche an das Asylzentrum Tübingen wenden: asylzentrum-tuebingen.jimdo.com