Bauberatung

Sie wollen in der Stadt Mössingen oder in der Gemeinde Bodelshausen oder der Gemeinde Ofterdingen bauen? Dann besteht die Möglichkeit im Vorfeld einer Antragstellung eine Bau- und Planungsberatung in Anspruch zu nehmen.

Im Rahmen einer Bau- und Planungsberatung können grundsätzliche Fragen rund um Ihr Bauvorhaben im Vorfeld geklärt werden, soweit diese von der Baurechtsbehörde zu beurteilen sind.

Für eine solche (formlose) Anfrage sollten Sie einen Termin vereinbaren.

Für die Beratung ist es hilfreich, wenn Sie schon mit möglichst konkreten, ggf. zumindest groben Vorstellungen, am besten in Form von Entwürfen oder sogar bereits ausgearbeiteten Plänen erscheinen, dann können wir Sie bestmöglich bei weiteren Planungsentscheidungen unterstützen.

Sofern Sie für Ihre Entscheidungen selbst fachlichen Beistand benötigen, ist es sinnvoll, wenn Sie Ihren Entwurfsverfasser (z. B. Architekt oder Bauingenieur) zur Beratung mitbringen.

Sinnvoll ist eine Bau- und Planungsberatung immer dann, wenn Sie bereits im Vorfeld auf Probleme oder eventuell absehbare Genehmigungshemmnisse stoßen - dann empfehlen wir grundsätzlich eine solche Beratung.
Sofern Sie schon wissen, dass Ihr Bauvorhaben vollumfänglich allen relevanten öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht, ist eine solche Beratung in der Regel nicht notwendig.

Sie können sich auch für sogenannte verfahrensfreie Vorhaben beraten lassen. Verfahrensfrei bedeutet, dass Sie für diese Bauvorhaben keine spezielle Genehmigung oder kein Kenntnisgabeverfahren benötigen (daher "verfahrensfrei"). Jedoch müssen auch bei verfahrensfreien Vorhaben alle relevanten öffentlich-rechtlichen Normen eingehalten werden.

Wünschen Sie statt einer formlosen Beratung einen rechtsverbindlichen Bescheid? Dann beantragen Sie förmlich einen Bauvorbescheid im Rahmen einer Bauvoranfrage. In einem Bauvorbescheid wird im Zuge eines förmlichen Verfahrens über einzelne bzw. konkrete Fragestellungen bezüglich eines Bauvorhabens entschieden. Bitte beachten Sie, dass ein Bauvorbescheid noch nicht zur Bauausführung berechtigt.

Für eine erstmalige bzw. einmalige Bauberatung entstehen Ihnen in der Regel keine Kosten.

Weitere Erläuterungen

Wenn Sie ein genehmigungs- oder kenntnisgabepflichtiges Vorhaben einreichen, müssen die erforderlichen Pläne von einem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser angefertigt werden. Bauvorlageberechtigt ist zum Beispiel wer die Berufsbezeichnung "Architektin" oder "Architekt" führt.

Für bestimmte (kleinere) bauliche Anlagen sind auch andere Berufsgruppen, insbesondere Meister aus dem Bauhauptgewerbe bauvorlageberechtigt.

Sofern Sie nicht sicher sind, ob Sie für Ihr Vorhaben eine bauvorlageberechtigte Entwurfsverfasserin bzw. einen bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser benötigen bzw. welche Qualifikation diese oder dieser haben muss, wenden Sie sich bitte zur Beratung an die Baurechtsbehörde.

Die Rechtsgrundlage ist § 43 der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO).
Für viele Bauvorhaben benötigen Sie einen amtlichen Lageplan, das bedeutet, dass der für alle Bauvorhaben erforderliche Lageplan durch einen Sachverständigen, hier einen Vermessungsingenieur erstellt wurde. Einen solchen Lageplan benötigen Sie insbesondere dann, wenn Gebäude an der Grundstücksgrenze oder so errichtet werden sollen, dass die in der Landesbauordnung für Baden-Württemberg geregelten Abstandsflächen unterschritten oder deren Mindesttiefe gerade eingehalten werden oder eine Abstandsflächenbaulast erforderlich ist.

Die Rechtsgrundlagen sind §§ 4 und 5 der Verordnung der Landesregierung, des Wirtschaftsministeriums und des Umweltministeriums über das baurechtliche Verfahren (LBOVVO)
Verfahrensfrei bedeutet, dass Sie für Ihr Bauvorhaben kein Genehmigungs- oder Kenntnisgabeverfahren durchführen müssen, also auch keine Entscheidung der Baurechtsbehörde benötigen. Jedoch müssen Sie auch mit verfahrensfreien Vorhaben alle relevanten öffentlich-rechtlichen Normen einhalten. Verantwortlich hierfür sind - mangels Entscheidung der Baurechtsbehörde - ausschließlich Sie selbst als Bauherrin oder Bauherr. Sofern Sie selbst nicht überprüfen können, ob und inwiefern entsprechende Regelungen betroffen sein könnten, empfiehlt es sich, sachkundigen Rat einzuholen, ggf. auch im Rahmen einer Bau- und Planungsberatung.

Die Rechtsgrundlage ist § 50 der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO)
Für jedes baurechtliche Verfahren (Genehmigungsverfahren, vereinfachtes Genehmigungsverfahren, Kenntnisgabeverfahren oder Antrag auf Ausnahme, Abweichung oder Befreiung) benötigen Sie Bauvorlagen. In diesen Plänen wird das geplante Vorhaben dargestellt, so dass es die Baurechtsbehörde auf die Übereinstimmung mit öffentlich-rechtlichen Normen überprüfen kann.

In vielen Fällen müssen die Bauvorlagen von einer bauvorlageberechtigten Person gefertigt werden, welche die entsprechenden Fachkenntnisse besitzt.

Sofern keine bauvorlageberechtigte Person erforderlich ist, können die Pläne auch durch die Bauherrschaft selbst oder Dritte ohne besondere berufliche Qualifikation gefertigt werden. In diesem Fall müssen die Pläne jedoch ebenfalls Mindeststandards einhalten. Insbesondere müssen die Darstellungen gemäß der einschlägigen technischen Regelungen erfolgen z. B. der Planzeichenverordnung. Selbstverständlich müssen die Pläne beurteilungs- bzw. prüffähig sein.

Wichtig ist insbesondere:
  • maßstäbliche Pläne im Maßstab 1:100 (Grundrisse) und 1:500 (Lageplan/Lageplanskizze)
  • Darstellung von abzubrechenden Teilen oder alter Nutzungen in gelber Farbe
  • Darstellung von neu zu errichtenden Teilen oder neuer Nutzungen in roter Farbe flächig
  • Darstellung von Umbauten in roter Farbe schraffiert
  • ausreichende Vermaßung aller neu zu errichtenden Bauteile in der Maßeinheit cm
  • ausreichende Darstellung der Höhenverhältnisse des Grundstücks
  • Darstellung aller (relevanter) Ansichten im Maßstab 1:100

Gegebenenfalls können Sie aus dem Bauarchiv vorhandene Pläne verwenden und durch die entsprechende Einträge ändern. Beachten Sie dabei bitte das oben beschriebene Farbschema.