Bauberatung

Sie wollen in der Stadt Mössingen, der Gemeinde Bodelshausen oder der Gemeinde Ofterdingen bauen? Dann besteht die Möglichkeit im Vorfeld einer Antragstellung eine Bau- und Planungsberatung in Anspruch zu nehmen.

Im Rahmen einer Bau- und Planungsberatung erhalten Sie Auskünfte zu:

  • allgemeinen und grundstücksbezogenen Themen des Baurechts
  • rechtsverbindlichen Bebauungsplänen
  • verfahrensfreien Vorhaben
  • dem Ablauf des Genehmigungsverfahrens
  • Vorlageberechtigungen
  • erforderlichen Antragsunterlagen
  • den am Verfahren beteiligten Fachstellen
  • örtliche Satzungen, wie der Stellplatzsatzung
  • formlosen Abweichungs- und Befreiungsanträgen

Bitte beachten Sie:
Die Frage der Genehmigungsfähigkeit eines Bauvorhabens ist Gegenstand des baurechtlichen ´Verfahrens und kann nicht im Rahmen einer Bau- und Planungsberatung beantwortet werden.

Pandemiebedingt sind im Moment keine persönlichen Termine möglich.
Bitte senden Sie Ihre Anfrage per Mail (mit Angaben zum Baugrundstück und einer Skizze des Bauvorhabens) an: baurecht@moessingen.de

Bauvorbescheid

Wünschen Sie im Vorfeld des eigentlichen Baugenehmigungsverfahrens einen rechtsverbindlichen Bescheid zu einzelnen baurechtlichen Fragen Ihres Bauvorhabens?

Dann beantragen Sie schriftlich einen Bauvorbescheid gemäß § 57 Landesbauordnung.

In einem Bauvorbescheid können Sie einzelne oder konkrete Fragestellungen zu Ihrem Bauvorhaben von der Baurechtsbehörde beantworten lassen.

Weitere Informationen

Wenn Sie ein genehmigungs- oder kenntnisgabepflichtiges Vorhaben einreichen, müssen die erforderlichen Pläne von einem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser angefertigt werden. Bauvorlageberechtigt ist zum Beispiel wer die Berufsbezeichnung "Architektin" oder "Architekt" führt.

Für bestimmte (kleinere) bauliche Anlagen sind auch andere Berufsgruppen, insbesondere Meister aus dem Bauhauptgewerbe bauvorlageberechtigt.

Sofern Sie nicht sicher sind, ob Sie für Ihr Vorhaben eine bauvorlageberechtigte Entwurfsverfasserin bzw. einen bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser benötigen bzw. welche Qualifikation diese oder dieser haben muss, wenden Sie sich bitte zur Beratung an die Baurechtsbehörde.

Die Rechtsgrundlage ist § 43 der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO).

Verfahrensfreie Nebengebäude


Manche Nebengebäude können Sie ohne ein Baugenehmigungsverfahren, also verfahrensfrei errichten. Allerdings müssen trotzdem alle öffentlich-rechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Informieren Sie zudem Ihre Nachbarn über Ihr Vorhaben, insbesondere wenn Sie ein Gebäude an der Grundstücksgrenze errichten wollen.

Verfahrensfrei bedeutet nicht automatisch, dass das Gebäude an jeder Stelle zulässig ist. Unter Umständen können Genehmigungen oder Erlaubnisse nach anderen Vorschriften erforderlich sein.


Wann ist die Errichtung von Garagen und Geräteschuppen verfahrensfrei?


In den meisten Gebieten ist durch einen Bebauungsplan festgelegt, in welcher Weise das Grundstück bebaut werden darf, z.B. pro Grundstück nur ein Nebengebäude bis max. 25 m3. Diese Festsetzungen müssen auch durch verfahrensfreie Bauvorhaben eingehalten sein.

Ohne ein Baugenehmigungsverfahren und unter Voraussetzung, dass die Festsetzungen des Bebauungsplans eingehalten sind, können errichtet werden:
  • Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten im Innenbereich bis 40 m³ Brutto-Rauminhalt,
  • Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe bis zu 3 m und einer Grundfläche bis zu 30 m².

Garagen und Carports, die zusammen mit einem genehmigungspflichtigen Vorhaben errichtet werden, unterliegen ebenfalls der Genehmigungspflicht und werden mit dem Bauantrag des Hauptgebäudes behandelt.




Verfahrensfrei bedeutet, dass Sie für Ihr Bauvorhaben kein Genehmigungs- oder Kenntnisgabeverfahren durchführen müssen, also auch keine Entscheidung der Baurechtsbehörde benötigen.

Jedoch müssen Sie auch mit verfahrensfreien Vorhaben alle relevanten öffentlich-rechtlichen Normen, wie zum Beispiel die Vorgaben des Bebauungsplans, einhalten. Verantwortlich hierfür sind - mangels Entscheidung der Baurechtsbehörde - ausschließlich Sie selbst als Bauherrin oder Bauherr. Sofern Sie selbst nicht überprüfen können, ob und inwiefern entsprechende Regelungen betroffen sein könnten, empfiehlt es sich, sachkundigen Rat einzuholen, gegenenfalls auch im Rahmen einer Bau- und Planungsberatung.

Die Rechtsgrundlage ist § 50 der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO)
Für jedes baurechtliche Verfahren (Genehmigungsverfahren, vereinfachtes Genehmigungsverfahren, Kenntnisgabeverfahren oder Antrag auf Ausnahme, Abweichung oder Befreiung) benötigen Sie Bauvorlagen. In diesen Plänen wird das geplante Vorhaben dargestellt, so dass es die Baurechtsbehörde auf die Übereinstimmung mit öffentlich-rechtlichen Normen überprüfen kann.

In vielen Fällen müssen die Bauvorlagen von einer bauvorlageberechtigten Person gefertigt werden, welche die entsprechenden Fachkenntnisse besitzt.

Sofern keine bauvorlageberechtigte Person erforderlich ist, können die Pläne auch durch die Bauherrschaft selbst oder Dritte ohne besondere berufliche Qualifikation gefertigt werden. In diesem Fall müssen die Pläne jedoch ebenfalls Mindeststandards einhalten. Insbesondere müssen die Darstellungen gemäß der einschlägigen technischen Regelungen erfolgen z. B. der Planzeichenverordnung. Selbstverständlich müssen die Pläne beurteilungs- beziehungsweise prüffähig sein.

Wichtig ist insbesondere:
  • maßstäbliche Pläne im Maßstab 1:100 (Grundrisse) und 1:500 (Lageplan/Lageplanskizze)
  • Darstellung von abzubrechenden Teilen oder alter Nutzungen in gelber Farbe
  • Darstellung von neu zu errichtenden Teilen oder neuer Nutzungen in roter Farbe flächig
  • Darstellung von Umbauten in roter Farbe schraffiert
  • ausreichende Vermaßung aller neu zu errichtenden Bauteile in der Maßeinheit cm
  • ausreichende Darstellung der Höhenverhältnisse des Grundstücks
  • Darstellung aller (relevanter) Ansichten im Maßstab 1:100

Gegebenenfalls können Sie aus dem Bauarchiv vorhandene Pläne verwenden und durch die entsprechende Einträge ändern. Beachten Sie dabei bitte das oben beschriebene Farbschema.


Rechtsgrundlage ist § 2 ff. Verordnung der Landesregierung, des Wirtschaftsministeriums
und des Umweltministeriums über das baurechtliche Verfahren (LBO-VVO).


Für viele Bauvorhaben benötigen Sie einen amtlichen Lageplan. Das bedeutet, dass der für alle Bauvorhaben erforderliche Lageplan durch einen Sachverständigen, hier einen Vermessungsingenieur erstellt wird.

Einen solchen Lageplan benötigen Sie insbesondere dann, wenn Gebäude an der Grundstücksgrenze oder so errichtet werden sollen, dass die in der Landesbauordnung für Baden-Württemberg geregelten Abstandsflächen unterschritten oder deren Mindesttiefe gerade eingehalten werden oder eine Abstandsflächenbaulast erforderlich ist.

Die Rechtsgrundlagen sind §§ 4 und 5 der Verordnung der Landesregierung, des Wirtschaftsministeriums und des Umweltministeriums über das baurechtliche Verfahren (LBOVVO).