Termine & Infos


!DOLMETSCHER GESUCHT!

Fortbildung im Dolmetschen


Seit knapp zwei Jahren gibt es das ehrenamtliche Dolmetscher-Netzwerk der Stadt Mössingen. Etwa 15 zwei- oder mehrsprachige Personen aus verschiedenen Ländern sind darin aktiv. Schon über 200 Mal haben sie (neu) zugewanderte Menschen zu Behörden, Arztterminen oder Elterngesprächen in KiTa und Schule begleitet und damit zur Verständigung beigetragen. Die Stabsstelle Integration zahlt den Dolmetschenden dafür eine Aufwandsentschädigung.

Am 18. Oktober bieten wir wieder eine Schulung an, sie wird voraussichtlich von 14:00 bis 19:00 Uhr im Rathaus Mössingen stattfinden. Die Schulung ist Voraussetzung um im Dolmetscher-Netzwerk mitzumachen. Wenn Sie neben Deutsch eine weitere Sprache (außer Englisch) gut sprechen, freuen wir uns auf Ihre Teilnahme.

Bitte kontaktieren Sie dafür Frau Aydin oder Herrn Kühn von der Stabsstelle Integration: 370-124, dolmetscher@moessingen.de
Seit Anfang September unterstützt Sebnem Maras den Integrationsbeauftragten der Stadt, Boris Kühn, und sein Team vor allem bei der Arbeit mit Geflüchteten. Der Bundesfreiwilligendienst der Tübingerin dauert bis Ende August nächsten Jahres.
Im Frühjahr 2019 haben sich 17 Mössingerinnen und Mössinger unterschiedlicher Herkunft zu interkulturellen Elternmentor*innen fortbilden lassen. Die viertägige Schulung wurde von der Elternstiftung Baden-Württemberg durchgeführt.

Unsere Mentor*innen sind:
  • zumeist selbst Eltern
  • in der Regel selbst eingewandert und mehrsprachig
  • neutrale und vertrauliche Ansprechpersonen
  • Ehrenamtliche, die zu Themen rund um Bildung, Betreuung und Beratung geschult werden
16.04.2019 Fortbildungsreihe für Haupt- und Ehrenamt: Interkulturelle Kompetenz
Mini-Workshop "Umgang mit Diskriminierung"

Am 29.5.19 um 18 Uhr fand die zweite Veranstaltung im Rahmen der gemeinsamen Fortbildungsreihe mit dem "Fachdienst für Geflüchtete" des Landkreises statt. Eingeladen waren alle, die haupt- oder ehrenamtlich in diesem Bereich aktiv sind oder es werden möchten. Mit den Referent*innen Lean Haug und Borghild Strähle (adis e.V.) wurden folgende Fragen bearbeitet:
Was heißt Diskriminierung für die „Betroffenen“?
Wie kann man sich (rechtlich) gegen Diskriminierung wehren?
Wie können wir gemeinsam gegen Diskriminierung vorgehen?
Reflexion des eigenen Handelns hinsichtlich Diskriminierung.
Schon ein Blick auf die rund 60 Teilnehmenden an diesem Samstagnachmittag im Mössinger Bürgersaal stimmte optimistisch. Es war gelungen, eine bunte Mischung an Beteiligten einzubinden.
Die Veranstaltung an diesem Samstag war der offizielle Anfang für das neue Projekt. Die Stadt möchte in einem – möglichst konkreten und greifbaren – Integrationskonzept Leitlinien, Ziele und Maßnahmen festlegen und dabei einen ganzheitlichen Blick auf das Thema Integration einnehmen. Die Teilnehmenden diskutierten in Kleingruppen über Herausforderungen, Ideen und Visionen bis in den frühen Abend hinein.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Gruppenfoto
Vortrag zur italienischen Verfassung
Um die zentralen Aussagen und die heutige Bedeutung der italienischen Verfassung ging es in einem Vortrag des Verfassungsrechtlers Andrea de Petris aus Rom am Freitag Abend im Festsaal der Gottlieb-Rühle-Schule. Die italienische Verfassung feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag – ein Jahr vor dem deutschen Grundgesetz. Prof. de Petris ging auf die Gemeinsamkeiten der beiden Verfassungen ein, auf ihre Entstehungsgeschichte und die heutige Bedeutung einiger elementarer Grundrechte – auch vor dem Hintergrund aktueller politischer Diskussion, z.B. um das Recht auf Asyl.
Angesprochen wurden insbesondere die italienischstämmigen Einwohnerinnen und Einwohner Mössingens, die zahlreich erschienen sind. Die Stadtverwaltung Mössingen war bei der Veranstaltung des italienischen Kulturinstituts IAL und des örtlichen italienischen Elternvereins durch Gemeinderat Peter Looser (in Vertretung des Oberbürgermeisters) und den Integrationsbeauftragten Boris Kühn vertreten. Beide betonten in ihren Grußworten, die wichtige und aktive Rolle, die viele Italienerinnen und Italiener seit Jahrzehnten für die Mössinger Stadtgesellschaft spielen.

Bild IAL Vortrag
Prof. de Petris (2.v.l.) und weitere Redner des Abends

Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich Engagierte des Mössinger Dolmetscher-Netzwerks zum Austausch über ihre Arbeit im Café der Kulturscheune mit dem Integrationsbeauftragten.

Dolmetscher Treffen 11.07.2018 (1)

Dolmetscher Treffen 11.07.2018 (3)
Die Mössinger Förderanträge im Rahmen der „VwV Integration“ wurden vom Ministerium für Soziales und Integration beide bewilligt. Damit übernimmt das Land 80% der mit dem Dolmetscher-Netzwerk verbundenen Kosten und fördert zudem den Aufbau einer Gruppe „Interkultureller Elternmentor*innen“ in Mössingen mit einem Anteil von 60%. Diese sollen zugewanderte Eltern unterstützen, sich im Bildungswesen zurecht zu finden und eine gute Zusammenarbeit zwischen KiTas, Schulen und Eltern unterstützen
Der Mössinger Gemeinderat hat am 25. Juni einstimmig einen Beteiligungsprozess beschlossen, an dessen Ende ein Integrationskonzept für die Stadt Mössingen stehen soll. Der Prozess wird von Herbst 2018 bis Herbst 2019 dauern und wird von einem Moderationsteam der Führungsakademie Baden-Württemberg begleitet. Ziel ist eine Vernetzung verschiedener Akteure und die Abstimmung gemeinsamer Ziele und Maßnahmen.
Bild eines Whiteboards in dere Dolmetscher SchulungDie Stadtverwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgen zu  verbessern. Am 6. und 7. März fand – in zwei Gruppen – die Auftaktschulung mit 30 Mitarbeitenden der Stadtverwaltung statt. Die Referentin, Krishna-Sara Helmle, arbeitet mit ihrer Agentur textöffner seit einigen Jahren als Trainerin und „Übersetzerin für Leichte Sprache“. „Das Thema ist immer mehr im Kommen“, sagt sie. „Aber Mössingen ist die erste Stadtverwaltung in der Region, die diesen Prozess angeht. Ich finde es sehr spannend, hier dabei zu sein.“
Im Zentrum der Schulung standen die Fragen: Wie kann ich mich im Gespräch einfach und trotzdem korrekt ausdrücken? Wie begegne ich meinem Gegenüber auf Augenhöhe? Welche Möglichkeiten haben wir, offizielle Schreiben und Bescheide zu vereinfachen?
Der Integrationsbeauftragte der Stadt, Boris Kühn, hat das Thema eingebracht, sagt aber auch: „Es ist nichts, was sich nur an Geflüchtete oder nur an Migranten richtet. Auch Ältere und Menschen mit Behinderung profitieren von einer vereinfachten Sprache. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollen ohne fremde Hilfe zurechtkommen und verstehen, was man von ihnen will“.
Bei der Stadt Mössingen gibt es jetzt sprachliche Unterstützung: Zweisprachige Bürgerinnen und Bürger dolmetschen bei Angelegenheiten auf dem Rathaus, bei Elterngesprächen in Kindergärten oder Schulen, bei Beratungsgesprächen oder beim Arzt. Die Dolmetschenden erhalten eine Aufwandsentschädigung, die von der Stadtverwaltung übernommen wird.
Die ersten 15 Dolmetscher_innen wurden am 29. und 30. November 2017 in einer Schulung auf ihre Tätigkeit vorbereitet.
Dolmetscher Gruppenfoto
Zum Dolmetscher-Netzwerk gehören auch sechs Mitarbeitende der Stadtverwaltung, die ebenfalls zwei oder mehrere Sprachen beherrschen. Sie können „auf dem kurzen Dienstweg“ zum mündlichen Übersetzen angefragt werden. Das Angebot des verwaltungsinternen Dolmetscher-dienstes ist auch als eine Maßnahme zur interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung zu sehen.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Wir freuen uns über weitere Mitwirkende. Alle in Mössingen gesprochenen Sprachen sind willkommen!

Am 21.7. 2017 lud die Redaktion von TÜnews-International gemeinsam mit dem Mössinger Integrationsbeauftragten, Boris Kühn, in die PAUSA Tonnenhalle ein. Etwa 15 Geflüchtete und einige Engagierte des Freundeskreis Asyl waren der, relativ spontanen, Einladung gefolgt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Kamila Alali und Mohammad Nazir Momand, die beide selbst 2015 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind.
TüNews

Die Themen der Diskussionsrunde waren schnell gefunden: Die schwierige Suche nach einer eigenen Wohnung, die eventuelle Unterbringung durch die Stadt, Job- und Ausbildungssuche oder Erfahrungen mit Dolmetscherdiensten. Manche Fragen konnten direkt beantwortet werden, anderes blieb als Problem oder Anregung im Raum und wird der TÜNews-Redaktion Stoff für Artikel und Anregungen zur Recherche bieten. Der Ansatz solcher Gesprächs- und Informationsveranstaltungen soll fortgeführt werden. Einerseits, damit mehr und mehr mit Geflüchteten – statt über sie – gesprochen wird, sie ihre Schwierigkeiten und Erfolge aus erster Hand berichten können. Andererseits, um ihnen ein besseres Wissen über ihre eigene Situation, ihre Rechte und Pflichten, zu vermitteln.