Bad Sebastiansweiler

Bad Sebastiansweiler ist mit rund einhundertvierzig Einwohner der kleinste Stadtteil von Mössingen. Weit bekannt ist Bad Sebastiansweiler durch seine  Rehabilitationsklinik. Die Kurklinik ist ein Zentrum für Prävention, Rehabilitation, Therapie und Pflege mit betreutem Wohnen.

Auch die optimale Verkehrsanbindung des Stadtteils, direkt an der Bundesstraße B27 wird geschätzt.  

Der Stadtteile überzeugt durch seine wunderschöne landschaftliche Lage mit Panoramablick bis zur Schwäbischen Alb. Im reizvollen Kurpark kann man die Ruhe genießen, die Sinne beim Barfuß- und Sinnespark trainieren, mit den Kindern auf dem Spielplatz spielen oder im Café der Kurklinik Köstlichkeiten genießen. Auch ein Spaziergang zum restaurierten Trinkpavillon und Kräutergarten in der Nähe der Klinik lohnt sich.

Veranstaltungen in Bad Sebastiansweiler

So 23.09.18
ab 16:00 Uhr
FV
Liederzyklus mit Konzert-Sänger Philipp Nicklaus (Tenor)
und Doriana Tchakarova, Klavier
Franz Schubert: "Die schöne Müllerin" op. 25 (D795)
Veranstaltungsort: Kurklinik Bad Sebastiansweiler
Kapelle im Park
Fr 28.09.18
20:00 Uhr
Aquarien- und Terrarienfreunde Mössingen
„Wissen schützt Tiere“ – ein besonderes Motto unseres Vereins. Dies ist auch ein Ziel des deutschen Tierschutzgesetzes, das von Tierhaltern ein Mindestmaß an Sachkunde fordert über die Tiere, die sie unter ihrer Obhut haben.
Höhere Anforderungen werden an gewerbliche Tierhändler gestellt, aber auch an Börsenbetreiber und Tierausstellungen.
In diesem Vortrag werden interessante Themen aus dem Sachkundeordner des BNA (Bund für Natur- und Artenschutz) herausgepickt: Was man wissen sollte - aber meist noch nicht weiß.
Gäste sind herzlich willkommen!
Veranstaltungsort: Gaststätte Grüne Au, Bad Sebastiansweiler, Nebenzimmer
So 07.10.18
ab 16:00 Uhr
Logo Förderverein Bad Sebastiansweiler
Annique Göttler spielt Klaviermusik
von Beethoven (Waldstein-Sonate) und Chopin (Études)
Veranstaltungsort: Kurklinik Bad Sebastiansweiler
Andachtsraum Hauptgebäude

Weitere Informationen

Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler
Hechinger Straße 26
72116 Mössingen

Zur Internetseite der Rehabilitationsklinik
1790 errichtete Sebastian Streib aus Belsen, von dem sich der Name "Sebastiansweiler" herleitet, an der sogenannten "Schweizer Straße" (zwischen Stuttgart und Schaffhausen) das "Wirtshaus zur Sonne". Nach und nach siedelten sich dort weitere Familien an.
1829 endeckte der Tübinger Professor für Medizin, Dr. Hermann Friedrich Autenrieth, die noch erhaltene obere Schwefelquelle. Er kaufte die Wiese und gab der Quelle mit Quadersteinen und Gewölbe eine Fassung. Noch im gleichen Jahr nutzte Bernhard Maier, Wirt des nahe gelegenen Gasthofs „Sonne“ die Heilkraft der Quelle. Er baute etliche Badekabinette in seinem Gasthaus ein. Die Zahl der Badegäste vermehrte sich rasch und bereits 1833 wurde das Haus zum „Kurbad“ erweitert und das Wasser nicht mehr in Fässern, sondern über Leitungen befördert.

Als Dr. Autenrieth 1834 nach einer weiteren Quelle suchte, stieß er auf ein überwachsenes hügeliges Gelände – den Funden nach das frühere „Butzer Bad“. Von da an erfolgte die Ausgestaltung der näheren Umgebung zum Kurpark - mit Gartenterrasse, Spazierwegen, Kastanien-Allee sowie seltenen ausländischen Bäumen und Gewächsen.

Der Professor ließ sogar einen großen Aussichtshügel aufschütten. In den Aushublöchern entstanden zwei künstliche Seen, in denen man Kahn fahren konnte. Nach dem Tod Dr. Autenrieths 1874 wurde Sebastiansweiler zum Treffpunkt der Jugend. Insbesondere die Tübinger Studenten kamen und feierten hier ihre Feste. Der zuvor in betuchten Kreisen beliebte Kurort verlor zunehmend an Glanz.

Ende des 19. Jahrhunderts gingen die Gästezahlen in Bad Sebastiansweiler stark zurück. Das Bad wechselte mehrfach den Besitzer, bis es 1924 von der Basler Mission als Erholungsheim erworben wurde. Das war der Beginn eines neuen Aufstiegs von Bad Sebastiansweiler. Die Gebäude wurden modernisiert und erweitert. 1926 wurde etwas entfernt vom eigentlichen Kurhaus ein Trink-Pavillon errichtet. 1927 entstanden das Haus „Sonnenheim“, eine Kapelle, eine Liegehalle und ein Gartencafé.

Im 2. Weltkrieg diente das Bad als Lazarett. Seit 1947 ist Sebastiansweiler wieder als Schwefelbad freigegeben. Die Anlage wurde seither stetig den zeitgemäßen Anforderungen angepasst und erweitert.

Durch die neue Sozialgesetzgebung und die Fortschritte der Medizin entwickelte sich Bad Sebastiansweiler seit 1958 zur Rehabilitationsklinik. 1993 erweiterte Bad Sebastiansweiler sein Leistungsspektrum um die Geriatrische Rehabilitation. 1997 wurde der neue Geschäftsbereich "Wohnen und Pflege" gegründet. Im selben Jahr konnte mit der Evangelischen Heimstiftung ein neuer Mitgesellschafter gefunden werden, nachdem die Klinik zuvor infolge der staatlichen Gesundheitsreform unter strukturellen Problemen zu leiden hatte.

Seit der Einweihung des „Haus Rosengarten“ im Mai 2004 verfügt die Klinik über eine noch bessere, großzügige Gebäudestruktur, welche fachlich und räumlich getrennte Geschäftsbereiche ermöglichte:
  • Rehabilitation (Medizinische, geriatrische, ambulante sowie Wachkoma-Reha)
  • Schwefelbad (Vorsorge- und Privat-Kuren, ambulante Therapie)
  • Wohnen (Dauer-, Kurzzeitpflege, Betreutes Wohnen, Wachkoma-Pflege) im Alter

Seit März 2017 gibt es ein weiteres Gebäude mit 34 seniorengerechten Wohnungen für Betreutes Wohnen. Mit der Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler hat die Stadt ein Zentrum für Prävention, Rehabilitation, Therapie und Pflege, das von den Bürgern und vielen Gäste geschätzt und genutzt wird.

Im Mai 2005 fand Bad Sebastiansweiler buchstäblich zu den eigenen Quellen zurück: Nach umfassender Sanierung durch die Bürger für Bästenhardt e.V. mit Unterstützung durch Stadt und Klinik wurde der umfassend sanierte, denkmalgeschützte Trink-Pavillon von Bad Sebastiansweiler wieder in Betrieb genommen.

Seither sprudelt aus drei Hahnen auf dem alten Brunnentisch wieder das berühmte schwefelhaltige Wasser zur äußerlichen und innerlichen Anwendung. Während der Sanierungsarbeiten ist eine Schicht mit Scherben angeschnitten worden, welche die Existenz des hier schon lange vermuteten mittelalterlichen Bades endlich belegten.

Direkt angrenzend gibt es einen Heilräuterkarten, der von Jugendlichen im Rahmen eines jes-Projekt (Jugend engagiert sich) angelegt wurde.