Museen

Die in den letzten Jahren entstandene Museumslandschaft beinhaltet Kostbarkeiten wie das Holzschnitt-Museum Klaus Herzer in Öschingen, die Historische Mössinger Messerschmiede, das Museum Rechenmacherhaus, die Kulturscheune mit wechselnden Ausstellungen zur Stadtgeschichte sowie den "Schauraum Altes E-Werk", wo Turbinen und Generatoren zu sehen sind, mit denen ab 1904 Strom erzeugt wurde.

Die Kulturscheune bietet mit dem "Chamäleon" das wohl originellste Café der Stadt.

Unsere Museen


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Historische Messerschmiede

Hirschgasse 13
72116 Mössingen
Das Kernstück des Museums „Historische Messerschmiede“ bilden zwei Werkstätten, von denen die ältere aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die jüngere aus dem Jahr 1920 stammt.
Beide Werkstätten befinden sich im Originalzustand mit Schmiedeesse, ledernem Blasebalg, voluminösem Schleifmechanismus, alten Werkbänken und historischen Werkzeugen.

Das Haus selbst stammt aus dem 16. Jahrhundert, wurde jedoch schon nach wenigen Jahrzehnten geteilt und zu verschiedenen Zwecken genutzt, bis 1863 der Nagelschmied Conrad Nill eine Haushälfte kaufte und eine Schmiedewerkstatt einrichtete. Die Werkstatt wurde 1883 von Johannes Nill übernommen und als Messerschmiede weitergeführt, bis er sie 1920 an seinen Sohn Robert übergab, der dort bis Mitte der 70er Jahre lebte und arbeitete.

An besonderen Aktionstagen von Mai bis Oktober zeigt der Talheimer Messerschmied Andreas Schweikert in den alten Werkstatträumen traditionelle Techniken der Messerherstellung während Hans Streib den alten Schleifmechanismus in Betrieb setzt und in die Kunst des Messerschleifens einführt. Im Eingangsbereich des Museums wird die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner erzählt und im Medienraum läuft ein vor Ort gedrehter Film über die Herstellung eines Taschenmessers.

Im ehemaligen Verkaufsraum ist eine Ausstellung über die Geschichte des Taschenmessers zu sehen. Die Messer stammen zum größten Teil aus der Sammlung des Mössingers Siegfried Lasar. Anhand der über zweihundert Exponate kann sowohl die Entwicklung des Taschenmessers, als auch deren unterschiedliche Funktionen und Techniken auf anschauliche Art und Weise nachvollzogen werden.
Der Rundgang endet in einem Raum, der sich mit den besonderen Charakteren und den außergewöhnlichen Begabungen von Johannes und Robert Nill beschäftigt sowie mit einem Blick auf das Leben von Roberts Schwester Anna Nill, die in jungen Jahren nach Amerika auswanderte und dort zu ansehnlichem Reichtum kam.

Öffnungszeiten:
Das Museum ist immer im Sommerhalbjahr geöffnet; erster Öffnungstag ist traditionell im Mai am "Internationalen Museumstag". Von Juni bis Oktober ist die Messerschmiede jeweils an einem Sonntag im Monat von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Eintritt:
Der Eintritt ist frei.

Führungen:
Für Gruppen sind Besichtigungen und Vorführungen auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich (gegen Gebühr).
 

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Parkmöglichkeiten

Holzschnitt-Museum Klaus Herzer

Obergasse 1
72116 Mössingen
Im alten Öschinger Schultheißenhaus, dem früheren Rathaus des Stadtteils, ist das Holzschnitt-Museum Klaus Herzer eingerichtet. Das "lebendige" Museum beherbergt die "Kunststiftung Klaus Herzer". Diese umfasst inzwischen rund 1800 Holz- und Metalldrucke sowie Monotypien aus dem Lebenswerk des Öschinger Holzschneiders, außerdem Druckstöcke, Holzplastiken, die große Grieshaber-Druckpresse, eine Andruckpresse und viele andere Utensilien.
Das Kunstmuseum verdeutlicht so beispielhaft die Geschichte, Entwicklung und Technik des Holzschnitts sowie der Druckverfahren.

Öffnungszeiten:
Sonntag: 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr (Winterpause jährlich vom 15. Dezember bis 15. Januar).

Führungen:
Sind auch an anderen Wochentagen (inklusive der Winterpause) nach telefonischer Vereinbarung (Telefon 07473 / 63 39) möglich.

Hinweis:
Das Museum ist nur über mehrere Treppen erreichbar.

Kulturscheune Mössingen

Brunnenstraße 3/1
72116 Mössingen
Im Erdgeschoss der Kulturscheune im alten Mössinger Ortszentrum in unmittelbarer Nähe zur Peter-und Paulskirche sind jährlich in der Regel zwei Sonderausstellungen zur Mössinger Stadtgeschichte zu sehen.
Die Sonderausstellungen schöpfen aus dem Fundus einer umfangreichen ortsgeschichtlichen Sammlung von etwa 30.000 Objekten. Die Sammlung ermöglicht vielfältige Einblicke in die Verknappung der Lebensverhältnisse in Mössingen im 18. und 19. Jahrhundert und der sich daraus entwickelnden Lebens- und Überlebensstrategien. Im Depot lagern Gegenstände aus der Lebens- und Arbeitswelt von Kleinbauern, kleinen Handwerkern und Gewerbetreibenden (Schnapsbrenner, Rechenmacher, Küfer, Drechsler, Schuhmacher usw.), von Saison- und Wanderarbeitern, Auswanderern, aus der Zeit der Mössinger Industrialisierung und der bewegten politischen Geschichte des Ortes (rotes Steinlachtal und Mössinger Generalstreik).

In der Kulturscheune bietet das "Chamäleon", das wohl originellste Café der Stadt, betrieben vom Förderverein Kultur-Café Mössingen, Kaffee, Tee und selbstgebackene Kuchen sowie Spezialitäten aus der Region. Im Sommer lädt die schattige Terrasse zum Verweilen ein. 
Regelmäßig finden Kulturfrühstücke und –abende sowie weitere Veranstaltungen statt.

Öffnungszeiten Ausstellung und Café Chamäleon:
Mittwoch: 14.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Sonntag: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Eintritt:
Der Eintritt ist frei.

Führungen:
Führungen durch die heimatgeschichtlichen Wechselausstellungen sind für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung mit Museumsleiterin Dr. Franziska Blum möglich. Führungen sind kostenpflichtig.

Hinweis:
Die Ausstellungsräumlichkeiten und das Café im Erdgeschoss sind auf allen Ebenen rollstuhlgerecht.
Der Veranstaltungsraum im Dachgeschoss ist nur über Treppen erreichbar.
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Hinweise
  • Eine Toilette für Menschen mit Behinderung ist vorhanden
  • Ein für Kinderwagen geeigneter Zugang ist vorhanden
  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ist vorhanden

Museum Rechenmacherhaus Wagner

Waibachstraße 15
72116 Mössingen
Stadtteil: Kernstadt
Nach dendrochronologischen Untersuchungen stammt der ältere Teil des Kleinbauernhauses aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der jüngere Teil wurde 1623 angebaut.

Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts befand sich im hinteren Hausteil eine Schmiede. 1898 erwarb Bernhard Wagner die heutige Waibachstraße 15 und richtete in der ehemaligen Schmiede eine Rechenmacherwerkstatt ein.

Mössingen war bis zum Ende des zweiten Weltkriegs mit zeitweise bis zu dreißig Rechenmachern ein Zentrum dieses Handwerks. Danach führte der Ersatz der Rechen durch Erntemaschinen und die industrielle Produktion von Rechen zu einem schnellen Niedergang des Handwerks. Als einer der letzten seiner Zunft fertigte Wilhelm Wagner, der Sohn von Bernhard Wagner, bis zu seinem Tod im Alter von 76 Jahren Rechen und Gabeln.

Im Jahre 1980 wurde das Gebäude von dem Mössinger Restaurator Karl Schmid erworben und in jahrelanger, liebevoller Arbeit restauriert und eingerichtet. Für die denkmalpflegerisch beispielhafte Gestaltung erhielt das Gebäude 1988 den Peter-Haag-Preis vom Schwäbischen Heimatbund verliehen.

Das im Erdgeschoss befindliche Museum besteht aus Stube, Kammer, Öhrnküche und der Rechenmacherwerkstatt. Die Werkstatt wurde mit sämtlichen Werkzeugen und Geräten im Originalzustand erhalten und ist das Herz des Museums. Die übrigen Räume sind im Stil des frühen 20. Jahrhunderts eingerichtet.

Die vom Holzwurm befallenen Gegenstände wurden 2012 gründlich saniert und das Museum mit Texttafeln und zusätzlicher Beleuchtung Anfang 2013 etwas umgestaltet. Ab Mai 2013 kann das Rechenmacherhaus einmal monatlich an einem Sonntagnachmittag besichtigt werden.

Öffnungszeiten:
Das Museum ist immer im Sommerhalbjahr geöffnet; erster Öffnungstag ist traditionell im Mai am "Internationalen Museumstag". Von Juni bis Oktober ist das Rechenmacherhaus jeweils an einem Sonntag im Monat von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Eintritt:
Der Eintritt ist frei.

Führungen:
Für Gruppen sind Besichtigungen mit Führung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich (gegen Gebühr).
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Parkmöglichkeiten

Schauraum "Altes E-Werk"

Sulzgasse 35
72116 Mössingen
Stadtteil: Kernstadt
An Stelle des ehemaligen Mössinger Elektrizitätswerks steht inzwischen ein modernes Gebäude. Im Erdgeschoss sind die alten Stromerzeugungsanlagen und hinter dem Haus der Mühlkanal mit Turbinen erhalten geblieben. Inzwischen sind die Anlagen weitgehend restauriert und es wurde ein entsprechender Schauraum eingerichtet werden, in dem die aus den Jahren 1904 und 1910 stammenden Maschinen, deren Funktionsweise und Geschichte erklärt werden.
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Parkmöglichkeiten

Veranstaltungen der Museen

Do 04.10.18
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So 22.09.19
sonntags 14:00 - 17:00 Uhr
Außenansicht vom Holzschnittmuseum
Eröffnung der neuen Sonderausstellung am 04.10.2018
19:30 Uhr
Veranstalter: Holzschnitt-Museum Klaus Herzer
Kunststiftung Klaus Herzer
Fr 16.11.18
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So 28.07.19
Plakat zur Ausstellung "Weichenstellung" in der Kulturscheune Mössingen
2. Januar 2019 Sonderöffnungszeit von 14:00 bis 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Kulturscheune Mössingen
Veranstalter: Stadt Mössingen
So 16.12.18
14:00 Uhr
Plakat zur Ausstellung "Weichenstellung" in der Kulturscheune Mössingen
Museumsleiterin Dr. Franziska Blum führt durch die Ausstellung.
Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Veranstaltungsort: Kulturscheune Mössingen
Veranstalter: Stadt Mössingen
So 20.01.19
11:00 - 13:00 Uhr
Für Sie musizieren und singen miteinander und solistisch:
Jessica Hahn - Flöte
Laurin Kränzle - Trompete
Julia Pauler - Violine
Julius Schneider - E-Bass
Benjamin Stoll - Kontrabass
Nathalie Usenbenz - Gesang
Franziska Wagner - Gesang
Rainer Ferber - Leitung
Auf dem Programm stehen Musikstücke aus unterschiedlichen Epochen garniert mit kurzen informativen Texten.
Mi 23.01.19
18:00 Uhr
Doris Buckow liest aus "Kämpfe, Kanzler und Kolumnen" von Sybille Krause-Burger
Veranstaltungsort: Kulturscheune Mössingen
Mi 27.02.19
18:00 Uhr
Ingo Nestmann liest aus "Die Geschichte der Welt" von Ewald Frie
Veranstaltungsort: Kulturscheune Mössingen
Fr 01.03.19
20:00 Uhr
Wie soll das enden? Zu viel Frauengold getrunken, das falsche Öl verwendet, die Noten vergessen, das Kleid zu eng, die Schuhe drücken, die Falten immer noch ungespritzt, im Casting durchgefallen, das Märchen aus! Zwei Frauen, die äußerlich und innerlich nicht unterschiedlicher sein könnten, nehmen Sie mit in die Niederungen und zu den Höhenflügen des Lebens. Es verbindet sie die Liebe zu Theater und Tasten, zu Schubert und Schuhen, zu Lindenbaum und Lindenberg, zu Männertreu und Frauengold, zu Glanz und Gloria.
Ein temperamentvolles, komisches , hochmusikalisches Duo:
Susanne Geiger, Klavier und Gesang
Birgit Kruckenberg, Gesang und Klavier
Mi 27.03.19
18:00 Uhr
Maini Wagner liest aus "Die letzten ihrer Art" von Douglas Adams
Veranstaltungsort: Kulturscheune Mössingen
Fr 05.04.19
19:00 Uhr
Es gibt Informationen über die Verwertung von eigenem Obst, insbesondere über Gärmostherstellung und Saftkonservierung. Bei einer Mostprämierung werden von den Anwesenden die eingereichten Proben verkostet und bewertet. Dazu gibt’s neben Livemusik natürlich auch andere Getränke sowie kleine Speisen aus der schwäbischen Küche und zwischendurch kleine Kulturhäppchen zum Thema Most.
So 19.05.19
14:00 - 17:00 Uhr
So 19.05.19
14:00 - 17:00 Uhr
So 26.05.19
11:00 - 13:00 Uhr
Bluescollected, das sind Carlheinz Nisi an der Bluesharp und Jochen Lanius an der Gitarre und Gesang. Beide leben südlich von Tübingen am Rande der Schwäbischen Alb und haben sich 2009 auf der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen kennengelernt.
Der Eintrittspreis beinhaltet ein kleines Frühstück.
So 02.06.19
14:00 - 17:00 Uhr
Rechenmacher_Wilhelm_Wagner_mit_eigens_gefertigten_Moessinger_Rechen
Veranstalter: Stadt Mössingen
So 02.06.19
14:00 - 17:00 Uhr
So 07.07.19
14:00 - 17:00 Uhr
Rechenmacher_Wilhelm_Wagner_mit_eigens_gefertigten_Moessinger_Rechen
Veranstalter: Stadt Mössingen
So 07.07.19
14:00 - 17:00 Uhr
So 04.08.19
14:00 - 17:00 Uhr
Rechenmacher_Wilhelm_Wagner_mit_eigens_gefertigten_Moessinger_Rechen
Veranstalter: Stadt Mössingen
So 04.08.19
14:00 - 17:00 Uhr
So 01.09.19
14:00 - 17:00 Uhr
Rechenmacher_Wilhelm_Wagner_mit_eigens_gefertigten_Moessinger_Rechen
Veranstalter: Stadt Mössingen