100 Jahre Bauhaus „Gedanken zur Malerei und Fotografie“

Ausstellung Art Mössingen
Fr, 10. Mai bis Sa, 28. September 2019
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Eine Ausstellung der ARTmössingen e.V.

Vernissage Freitag 10.5.2019, 18:00 Uhr
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Beschreibung
Wer „Bauhaus“ hört, denkt an moderne Architektur mit den Architekten Gropius und Mies van der Rohe und deren Anspruch, die Kunst und Handwerk zu vereinen und eine Ästhetik des Funktionalismus  zu realisieren.

Es ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, aber gerade in dieser Epoche spielten die Maler eine große Rolle, denn abgesehen von dem Bildhauer Marcks waren alle anderen „Bauhaus-Meister“ ebenso Maler. Gropius vermutete, dass die Malerei seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Schaffung einer neuen Ästhetik auch andere Kunstbereiche beherrschte und somit die Grundlage dafür war. Er hatte aber kein Interesse an Expressionisten, sondern wandte sich vor allem an Kubisten, die er als Meister und Lehrer ans Bauhaus holte.

Diese Maler beschäftigten sich teilweise auch schon vor ihren Lehrtätigkeiten am Bauhaus, vorrangig mit konstruktiver Abstraktion: mit der Gesetzmäßigkeit von Farben (Itten und Klee), mit dem Zusammenhang von Farben und Formen (Kandinsky) und entfernten sich unter dem Einfluss des Konstruktivismus von der realistischen Darstellung. Das Gegenständliche ihrer Objekte wurde abstrahiert, z.B. in Dreiecke, Rechtecke und Kreise zerlegt, ein Spiel mit Formen und Farbmischungen ohne jeden Bezug zur Realität. Obwohl es keinen einheitlichen „Bauhausstil“ in der Malerei gibt, denkt man im Zusammenhang mit Bauhaus zumeist an die Bilder der “Blauen Vier“, der “Blauen Reiter“ und an die konstruktive Abstraktion. Unter den Gropius-Nachfolgern Moholy-Nagy und Meyer wurde die Kunst zunehmend als zweckwidrig eingestuft und verlor mit der Zeit am Bauhaus völlig an Bedeutung, was ein allmähliches Ausscheiden der berühmten Maler zur Folge hatte.

In der Fotografie etablierte sich ein „neues Sehen“, das festgefahrene Strukturen aufhob und neuen Kompositionen mittels Beleuchtung und Belichtung eine dynamische Ausrichtung gab. Es entstand die direkte Fotografie, die das Objekt exakt ausleuchtete und wie reproduziert darstellte. Somit war ein neues Medium entstanden. Uns schon bekannte Künstler, wie Feininger und Moholy-Nagy waren auch hier führend aktiv.

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler mit Bildern und Fotografien: Klara Dittrich-Rommel, Elisabeth Freimuth, Christiane Futter, Charlotte und Renate Grund, Rainer W. Gülch, Monika Kirsch, Erika Klapper, Gunther Klosinski, Dorothea Kubik, Andrea Letsch, Inge Lietzow, Heidemarie Messner, Marion Müller, Regine Neth, Ina Simone Petri, Hartmut Reiber, Claudia Rosa, Christoph Rosenhagen, Uli Schmid, Beate Stuhldreier, Lore Welcher, Joachim Wolfer, Manfred Zukunft, Redaktion und Text: Monika Kirsch und Carolyn Straßner.

ARTmössingen e.V. ist eine Künstlergruppe in Mössingen, unter deren Dach ca. 70 Künstlerinnen und Künstler vereint sind. Ziel ist es Mössingen mit Kunst zu füllen und das kulturelle Leben zu bereichern.

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Veranstaltungsort
Gesundheitszentrum Mössingen
Bahnhofstraße 5
72116 Mössingen
Stadtteil: Kernstadt
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Kosten
Eintritt frei
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Hinweise
  • Diese Veranstaltung ist rollstuhlgerecht
  • Diese Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt
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Veranstalter
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