Dienstleistung

Bauvorbescheid beantragen

Sofern Sie bestimmte Einzelfragen vor der Durchführung des eigentlichen Baugenehmigungsverfahrens rechtsverbindlich klären wollen, beantragen Sie im Rahmen einer Bauvoranfrage einen Bauvorbescheid.

Unabhängig davon besteht immer die Möglichkeit eine formlose Bau- und Planungsberatung in Anspruch zu nehmen. Die dort besprochenen Ergebnisse sind jedoch nicht rechtsverbindlich.

Eine Bauvoranfrage ist dann sinnvoll, wenn Sie ein Vorhaben planen und Ihnen bereits im Vorfeld bekannt ist, dass dieses Abweichungen von öffentlich-rechtlichen Regelungen enthält. Sie können dann diese Abweichungen vorab einzeln klären.
Ebenfalls ist eine Bauvoranfrage sinnvoll, wenn die Bebaubarkeit eines Grundstücks überhaupt oder die Bebaubarkeit nach Ihren konkreten Wünschen vorab geklärt werden soll und Sie z. B. den Erwerb eines Grundstücks oder den Kaufpreis von dem Ergebnis abhängig machen wollen.

Die Antwort (Bauvorbescheid) der Baurechtsbehörde ist bezüglich der konkreten Einzelfragen verbindlich. Im Verfahren werden die Angrenzer wie in der Landesbauordnung für Baden-Württemberg vorgeschrieben beteiligt. Eventuelle Einwendungen müssen von der Baurechtsbehörde berücksichtigt werden. Werden keine Einwendungen erhoben, so können gegen die im Bauvorbescheid entschiedenen Einzelfragen im späteren Baugenehmigungsverfahren keine Einwendungen mehr erhoben werden.

Bitte stellen Sie im Rahmen einer Bauvoranfrage stets konkrete Einzelfragen. Pauschale Fragestellungen wie z. B. "Ist das Bauvorhaben genehmigungsfähig" sind für eine Bauvoranfrage zu unbestimmt und können nicht beantwortet werden.

Der Vorbescheid gilt drei Jahre. Danach verliert er seine Bindungswirkung.

Bei genehmigungspflichtigen Bauvorhaben sollten Sie vor Ablauf dieser Frist die Baugenehmigung beantragen.

Sie können auch eine Verlängerung des Bauvorbescheids um bis zu drei Jahre beantragen.

Hinweis:
Eine wesentliche Änderung des Vorhabens im Zuge des folgenden Baugenehmigungsverfahrens kann dazu führen, dass ein Bauvorbescheid seine Bindungswirkung verliert.

Beispiel:
Sie fragen in einer Bauvoranfrage, ob ein Grundstück mit einem Einfamilienhaus bebaubar ist, was von der Baurechtsbehörde bejat wird. Im Baugenehmigungsverfahren beantragen Sie dann ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten und dreifacher Größe im Vergleich zur Bauvoranfrage. In diesem Fall würde die Bindungswirkung entfallen, da das Baugenehmigungsverfahren auf ganz anderen Voraussetzungen zu prüfen ist, als die Bauvoranfrage.
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Mitarbeiter
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Zugehörigkeit zu
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Voraussetzungen

Sie haben Fragen zur Zulässigkeit eines Bauvorhabens oder zu anderen wichtigen Punkten, die Sie vor Baubeginn klären möchten.

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Verfahrensablauf

Den Bauvorbescheid müssen Sie bei der zuständigen Behörde beantragen. Dort erhalten Sie auch unter Umständen die notwendigen Formulare. Je nach Angebot Ihrer Gemeinde können Sie das Formular auch im Internet herunterladen.

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Erforderliche Unterlagen
  • Antrag auf Bauvorbescheid (mit konkreten Fragestellungen)
  • weitere Bauvorlagen, in der Regel
    • Lageplan
    • Baubeschreibung
    • Bauentwurfsskizze(n)
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Kosten/Leistung
Nach der Neuregelung des Landesgebührenrechts bemessen sich die Gebühren nach der Verwaltungsgebührensatzung der Stadt Mössingen
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Rechtsgrundlage
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Satzung